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Hochtief senkt Prognosen - Risikovorsorge für australische Tochter

(dpa-AFX) Essen - Der Baukonzern Hochtief AG < HOT.ETR > hat am Mittwoch seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Die Aktie des im Mdax < Mdax.ETR > notierten Unternehmens verlor daraufhin im Vormittagshandel um 7,41 Prozent auf 17,41 Euro. Wie Hochtief mitteilte, ist wegen der erforderlichen Risikovorsorge für die australische Tochter Leighton 2004 mit einem Ergebnis vor Steuern (EBT) rund zehn Prozent unter Vorjahresniveau zu rechnen. Das Nettoergebnis soll dagegen leicht über dem des Vorjahres liegen.

(dpa-AFX) Essen - Der Baukonzern Hochtief AG < HOT.ETR > hat am Mittwoch seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Die Aktie des im Mdax < Mdax.ETR > notierten Unternehmens verlor daraufhin im Vormittagshandel um 7,41 Prozent auf 17,41 Euro. Wie Hochtief mitteilte, ist wegen der erforderlichen Risikovorsorge für die australische Tochter Leighton 2004 mit einem Ergebnis vor Steuern (EBT) rund zehn Prozent unter Vorjahresniveau zu rechnen. Das Nettoergebnis soll dagegen leicht über dem des Vorjahres liegen.

Auf der Hauptversammlung im Mai hatte Vorstandschef Hans-Peter Keitel den Anlegern noch ein EBT-Wachstum im oberen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. Beim Nettoergebnis wollte Hochtief zuvor im oberen zweistelligen Bereich wachsen.

Verzögerungen Beim Bahnhofsbau IN Australien

Wie ein Sprecher des Unternehmens dpa-AFX am Mittwoch sagte, bezieht sich die Risikovorsorge auf den Bau des Bahnhofs Spencer Street Station im australischen Melbourne. Hier sei es zu zeitlichen Verzögerungen gekommen, nachdem der Auftraggeber den Bauarbeitern auf Grund von Beeinträchtigungen des laufenden Betriebs nur noch 2,5 Stunden täglich Zutritt gewähren wollte.

In diesem Zusammenhang habe Leighton bereits im ersten Quartal Rückstellungen in Höhe von 50 Millionen australischen Dollar vor Steuern für die Risikovorsorge gebildet. Nach Einführung eines neuen strengeren Risikomanagement-Systems seien im zweiten Quartal weitere 60 Millionen Dollar vor Steuern zurückgestellt worden. Die vollkonsolidierte Tochter Leighton habe ihr vorläufiges Nettoergebnis für das soeben abgelaufene Geschäftsjahr von 140 Millionen auf 110 Millionen Dollar zurückgenommen.

Es handele sich lediglich um "Drohverluste", die so noch nicht eingetreten seien, betonte der Hochtief-Sprecher. Die Leighton-Dividende bleibe unverändert. Hochtief hält 53 Prozent an dem australischen Bauunternehmen. Dass nach dem neuen Bilanzierungsstandard Ifrs 3 der Firmenwert und der Wert der Markte nicht mehr abgeschrieben werden können, führt dazu, dass der Gewinn in der Bilanz steigt und sowohl Vorsteuerergebnis als auch Nettoergebnis aus heutiger Sicht zumindest auf dem Papier das Niveau der ursprünglichen Planung erreichen werden. Hochtief will ab dem zweiten Quartal des laufenden Jahres nach Ifrs 3 bilanzieren.

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