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Hochtief setzt auf Kraftwerksbau - 'Enormes Wachstum' erwartet

Deutschlands größter Baukonzern Hochtief setzt große Hoffnungen in die Kraftwerksprojekte der Energiekonzerne und steht für den Bau eines RWE-Braunkohlenkraftwerks im rheinischen Neurath in den Startlöchern. "Das Thema Energie hat für uns ganz besondere Bedeutung. Wir erwarten in diesem Bereich enormes Wachstum", sagte Burkhard Lohr, Vorstand von Hochtief Construction, der "Westdeutsche Allgmeine Zeitung" (Donnerstagausgabe).

dpa-afx ESSEN. Deutschlands größter Baukonzern Hochtief setzt große Hoffnungen in die Kraftwerksprojekte der Energiekonzerne und steht für den Bau eines RWE-Braunkohlenkraftwerks im rheinischen Neurath in den Startlöchern. "Das Thema Energie hat für uns ganz besondere Bedeutung. Wir erwarten in diesem Bereich enormes Wachstum", sagte Burkhard Lohr, Vorstand von Hochtief Construction, der "Westdeutsche Allgmeine Zeitung" (Donnerstagausgabe).

"Beim Bau von Kraftwerken strebt Hochtief bis zum Jahr 2020 ein Umsatzvolumen im hohen dreistelligen Millionenbereich an", sagte Lohr. Deutsche Energiekonzerne wollen ihre teilweise in die Jahre gekommenen Kraftwerke erneuern und ausbauen. Bundesweit stehe der Neubau von 45 Kraftwerken in den nächsten 15 Jahren bevor. Insgesamt sei für Neubauten und Modernisierungen mit Investitionen in Höhe von etwa 30 Mrd. ? zu rechnen.

Aktuellstes Projekt: Braunkohlekraftwerk IN Neurath

Das aktuellste Projekt ist ein neues Braunkohlekraftwerk in Neurath, für das RWE vermutlich bis zu zwei Mrd. ? investieren wolle. Etwa 15 bis 20 % des Projektvolumens entfalle in der Regel auf die klassische Bauleistung. Hochtief erhoffe sich, beim Kraftwerk Neurath zum Zug zu kommen.

Im Zuge des geplanten Ausstiegs aus der Kernenergie stelle sich Hochtief auch auf den Rückbau der stillgelegten Anlagen ein. "Das wird ein großes Geschäft der Zukunft, an dem wir beteiligt werden wollen", sagte Jens Huckfeldt, der Leiter der Energiesparte bei Hochtief Construction. Bisher hatte Hochtief 13 der 20 deutschen Kernkraftwerke geplant und gebaut.

Hochtief setze auch auf neuartige geothermische Kraftwerke, die ihre Energie durch warmes Wasser aus etwa 4 000 Meter tiefen Bohrungen erzeugen. Innerhalb der nächsten Jahre wolle Hochtief gemeinsam mit Siemens zehn dieser Kraftwerke in Deutschland errichten. Jedes Projekt könne ein Auftragsvolumen in Höhe von 20 Mill. ? erreichen. "Die Investoren laufen uns derzeit die Türen ein", sagte Huckfeldt. Schon im kommenden Jahr sollen erste Bauprojekte beginnen.

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