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Hochtief setzt auf Milliarden-Geschäft mit Mautstraßen

Der Baukonzern Hochtief setzt auf das Mrd.-Geschäft mit dem Bau und Betrieb von öffentlichen Gebäuden und Mautstraßen in Deutschland.

dpa-afx BERLIN. Der Baukonzern Hochtief setzt auf das Mrd.-Geschäft mit dem Bau und Betrieb von öffentlichen Gebäuden und Mautstraßen in Deutschland. Bis 2009 erwartet der größte deutsche Baukonzern die Ausschreibung genannter Public-Private-Partnership-Projekte(PPP) in Deutschland allein bei Schulen, Verwaltungsgebäuden und Krankenhäusern mit einem Volumen von etwa sechs Mrd. Euro. Hochtief werde darauf Anfang 2005 mit der Gründung einer eigenen Gesellschaft, der Hochtief PPP Solutions Gmbh, reagieren, kündigte der Hochtief-Vorstandsvorsitzende Hans-Peter Keitel am Montag in Berlin an.

Der Baukonzern will sich dabei auf Mautstraßen und öffentliche Hochbauten konzentrieren. Bereits in der ersten Hälfte 2005 rechne Hochtief mit der Ausschreibung eines ersten Mautstraßen- Autobahnprojekts in Deutschland. "Dass die Maut kommt ist unausweichlich", sagte Keitel.

"Deutschland ist für PPP-Projekte ein aussichtsreicher Markt und endlich bewegt sich etwas. Wir haben lange darauf warten müssen", so der Hochtief-Chef. Mit den Aufträgen für den Bau und Betrieb des Rathauses der Stadt Gladbeck und zur Sanierung und Bewirtschaftung von 49 Schulen im Landkreis Offenbach habe Hochtief in diesem Herbst den "Durchbruch" in diesem sich "bislang äußerst zögerlich" entwickelnden Geschäftsfeld erreicht. Weltweit sei der deutsche Baukonzern bereits an 18 derartigen Projekten mit einem Investitionsvolumen von mehr als acht Mrd. Euro beteiligt.

Vor allem als Folge von Sonderbelastungen durch Probleme bei zwei Bauprojekten der Hochtief-Tochter Leighton in Australien brach das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit des Konzerns in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres um 25,6 Prozent auf 90,9 Mill. Euro ein. Vorstandsmitglied Hans-Georg Vater bezifferte die daraus resultierende Belastung des Konzernabschlusses auf netto rund 50 Mill. Euro. Nach einer Gewinnwarnung im Zusammenhang mit den Risiken in Australien war der Kurs der Hochtief-Aktie Anfang August eingebrochen.

Bei den beiden Projekten der australischen Hochtief-Tochter, bei denen es sich um den Bahnhof Spencer Street Station in Melbourne und ein Hilton-Hotel in Sydney handelt, waren Rückstellungen wegen möglicherweise drohender Verluste durch Verzögerungen bei der Fertigstellung gebildet worden. Die Situation habe sich mittlerweile jedoch etwa durch einen verbesserten Zugang für die Bauarbeiten während des laufenden Bahnhofsbetriebs in Melbourne weiter entspannt, berichtete Keitel.

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