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Hochtief sieht Hoffnungsschimmer für Baubranche - Keine wesentliche Belebung

(dpa-AFX) Essen . Hochtief-Chef sieht für die Bauwirtschaft wieder Licht am Ende des Tunnels. "Ich rechne grundsätzlich zwar nicht mit einer wesentlichen Belebung der Baukonjunktur in Deutschland", sagte der Vorstandschef des größten deutschen Baukonzerns Hochtief < HOT.ETR > , Hans-Peter Keitel, dem Handelsblatt (Montagausgabe). "Die positive Nachricht lautet aber: Wir haben die Talsohle beinahe erreicht." 

(dpa-AFX) Essen . Hochtief-Chef sieht für die Bauwirtschaft wieder Licht am Ende des Tunnels. "Ich rechne grundsätzlich zwar nicht mit einer wesentlichen Belebung der Baukonjunktur in Deutschland", sagte der Vorstandschef des größten deutschen Baukonzerns Hochtief < HOT.ETR > , Hans-Peter Keitel, dem Handelsblatt (Montagausgabe). "Die positive Nachricht lautet aber: Wir haben die Talsohle beinahe erreicht."

Er forderte eine Trendumkehr. Vor allem benötige die Branche höhere Preise. Dann könne der Baumarkt auch wieder ein Wachstumsmarkt werden. Gleichzeitig mahnte Keitel eine strengere Auslese und ein Qualifizierungsverfahren für Bauunternehmen an. Im Ausland sei dies bereits üblich. Der Hochtief-Chef machte sich zudem für eine schnelle Auflösung des Investitionsstaus in die öffentliche Infrastruktur durch private Betreibermodelle stark.

Probleme BEI Tochter Leigthon Könnten ZU Prognoseveränderung Führen

Nach der Panne im Risikomanagement bei der australischen Tochter Leighton, die ausgerechnet nach dem Verkauf der RWE-Anteile < RWE.ETR > an neue Eigentümer zu einem Kursrutsch führte, will Hochtief nun das verlorengegangene Vertrauen der Anleger durch strengere Vorsorgemaßnahmen zurückgewinnen.

Nach den Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung im zweiten Quartal befragt, sagte Keitel: "Wir werden sehr genau darauf achten, dass allen Risiken im vollen Umfang Rechnung getragen ist." Damit Leightons hohe Ertragskraft und exzellente Auftragslage im neuen Geschäftsjahr, das am 1. Juli begonnen habe, ungeschmälert zum Ausdruck komme.

Anfang der Woche finden die Bilanzbesprechungen zum Abschluss des Geschäftsjahres von Leighton statt. Beobachter schließen nach Zeitungsangaben daher nicht aus, dass höhere Vorsorgeleistungen das Ergebnis im zweiten Quartal belasten werden. Möglicherweise werde der Konzern daher auch seine Prognose für das Gesamtjahr korrigieren. Keitel wollte zur genauen Entwicklung des zweiten Quartals noch keine detaillierten Angaben machen. Hochtief legt am 19. August die Zahlen für dsa erste Halbjahr vor.

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