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Hochtief vor Zuschlag für bisher größtes PPP-Projekt - Volumen: 411 Millionen Euro

Der deutsche Baukonzern Hochtief steht kurz vor dem Zuschlag für das bisher größte Kooperationsprojekt zwischen Privatwirtschaft und öffentlicher Hand (PPP) in Deutschland.

dpa-afx ESSEN/OFFENBACH. Der deutsche Baukonzern Hochtief steht kurz vor dem Zuschlag für das bisher größte Kooperationsprojekt zwischen Privatwirtschaft und öffentlicher Hand (PPP) in Deutschland.

Hochtief sei bevorzugter Bieter für den Vertrag über Sanierung, Instandhaltung und Bewirtschaftung von 49 Schulen im Kreis Offenbach, sagte eine Sprecherin des Kreises am Montag der Nachrichtenagentur dpa-AFX. Das Auftragsvolumen betrage bei einer Laufzeit von 15 Jahren 411 Mill. Euro. "Die Dienstleistungen würden uns in eigener Regie etwa 500 Mill. Euro kosten", fügte sie hinzu.

Die entgültige Entscheidung treffe der Kreistag am 8. Oktober. Stimme er zu, dann könne Hochtief am 1. Januar 2005 mit der Arbeit beginnen, sagte die Sprecherin. Der Kreis Offenbach hatte bereits einen Auftrag für die Dienstleistung rund um 41 weiteren Schulen an die deutsche Tochter SKE des französischen Baukonzerns Vinci vergeben. Das Auftragsvolumen betrage rund 370 Mill. Euro und der Startbeginn sei der 1. Oktober, sagte die Sprecherin. Auch hier spare der Kreis 88 Mill. Euro.

Neue Arbeitsplätze Denkbar

Für Hochtief-Chef Hans-Peter Keitel hat die Vergabe der Dienstleistungen der Offenbacher Schulen an Privatunternehmen Pilotcharakter für das Public Private Partnership (PPP) in Deutschland. "Es erkundigen sich jetzt schon andere Schulträger beim Kreis Offenbach nach dessen Erfahrungen mit der Schulprivatisierung. Das ist, so glauben wir, der Durchbruch für diesen Markt", sagte Keitel dem Magazin "Fokus".

Keitel rechnet im ersten Halbjahr 2005 mit neuen Projekten. Mache der Markt für privat finanzierte Verkehrswege und Schulen jetzt einen großen Schritt nach vorne, entstünden bei Hochtief Tausende neue Arbeitsplätze.

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