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Hochtief will jeden zweiten Euro mit Dienstleistungen erzielen

Deutschlands größter Baukonzern Hochtief macht sich mit Dienstleistungsangeboten von der Flughafenreinigung bis zur Künstlerbetreuung unabhängiger von der schwachen Baukonjunktur.

dpa-afx ESSEN. Deutschlands größter Baukonzern Hochtief macht sich mit Dienstleistungsangeboten von der Flughafenreinigung bis zur Künstlerbetreuung unabhängiger von der schwachen Baukonjunktur. Die Dienstleistungssparte soll im Jahr 2007 schon annähernd so groß wie die Bausparte des Konzerns sein, bekräftigte Vorstandsmitglied Herbert Lütkestratkötter am Dienstag in Essen. Ende 2003 standen die Dienstleistungen erst für 30 Prozent der Hochtief Hochtief-Konzernleistung. betreibt im Auftrag Gebäude, Flughäfen und Tagebauminen. Dies bedeute aber keinen Rückzug aus dem Traditionsgeschäft Bau.

"Dienstleistungen sind für die Hochtief-Gruppe ein wesentlicher Bestandteil der Philosophie", betonte das Vorstandsmitglied. Der Konzern wolle Immobilien über Jahre hinweg begleiten und nicht nur für die Errichtung zuständig sein. Aber ohne den Bau würde Hochtief auch nicht über die erforderliche Kompetenz in der Bewirtschaftung verfügen. Bei den Dienstleistungen seien der Kapitaleinsatz, das Geschäftsrisiko und auch die Konjunkturschwankungen vergleichsweise gering bei langen Laufzeiten. Dieser Bereich verspreche außerdem ein deutliches Wachstum durch Ausgliederungen von Serviceaktivitäten. "Die Industrie konzentriert sich immer stärker auf ihr Kerngeschäft."

Die Übernahme des Siemens - und Lufthansa-Gebäudemanagements in diesem Jahr bedeute einen großen Schub für die Dienstleistungssparte. Der Umsatz mit dem Gebäudemanagement werde von gut 80 Mill. Euro im Jahr 2003 auf etwa 360 Mill. Euro im laufenden Jahr mehr als vervierfacht. Auch das Vorsteuerergebnis im Gebäudemanagement werde sich in diesem Jahr voraussichtlich mehr als vervierfachen. Der volle Übernahmeeffekt werde beim Umsatz im kommenden Jahr mit ungefähr 490 Mill. Euro erwartet. Mittelfristig werde der Gebäudemanagement- Umsatz um etwa zehn Prozent pro Jahr steigen, sagte der Sprecher der Geschäftsführung von Hochtief Facility Management, Markus Breithaupt. Das Hochtief-Tochterunternehmen hat nunmehr rund 4 500 Mitarbeiter.

Die Eingliederung der Gebäudemanagement-Sparten von Siemens und Lufthansa liege deutlich über Plan. Erster gemeinsamer Erfolg bei der Gewinnung neuer Kunden und Projekte sei die Philharmonie Essen. Der Vertrag zum Betrieb der Philharmonie laufe zunächst auf fünf Jahre und habe ein Volumen von zehn Mill. Euro. Zu den Aufgaben zähle neben den Dienstleistungen rund um diese Immobilie unter anderem auch die Betreuung der Künstler und Gäste. Derzeit sei die Finanzwirtschaft mit Banken und Versicherungen Schwerpunkt des Gebäudemanagements. Langfristig steigen soll der Anteil der Gebäudemanagement-Aktivitäten in den Branchen Auto, Flughäfen und Airlines, Gesundheit sowie Chemie und Pharma.

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