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Hochwasserlage an der Elbe entspannt sich

Die Lage in den Hochwassergebieten nördlich und südlich der Elbe hat sich am Dienstag weiter entschärft. Trotzdem waren in den betroffenen Gebieten in der Samtgemeinde Horneburg bei Stade und in der schleswig-holsteinischen Elbmarsch weiterhin zahlreiche Helfer im Einsatz.

ddp HANNOVER. Unterdessen plant die niedersächsische Landesregierung finanzielle Hilfen für die Hochwasser-Opfer. Nach Angaben der Staatskanzlei will Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) einen Härte-Fonds aus Mitteln des Landesetats einrichten. Der Regierungschef unterbrach seinen Spanienurlaub und wollte sich am Abend in Horneburg selbst ein Bild von der Lage machen.

In dem besonders schwer betroffenen niedersächsischen Horneburg bei Stade entspannte sich die Lage Dank der Wetterbesserung am Dienstag. Durch das Lühe-Sperrwerk floss weiter Wasser in die Elbe ab. Der Pegel der Aue sank nach Angaben einer Sprecherin des Katastrophenstabes in Stade auf unter sieben Meter. Weitere Entlastung verschaffte eine Großpumpe aus den Niederlanden, die am Dienstag in Horneburg ihren Betrieb aufnahm. Damit können bis zu 4000 Kubikmeter Wasser pro Minute aus der Aue über Rohre in die Elbe gepumpt werden. Die Zahl der Einsatzkräfte wurde im Vergleich zum Vortag deutlich reduziert.

Auch in Celle beruhigte sich die Lage. Am Dienstagnachmittag lag der Aller-Pegel in Celle bei 4,97 Meter, wie ein Sprecher des Landkreises sagte. Die Tendenz sei inzwischen aber gleichbleibend. "Die Aller ist offensichtlich zur Ruhe gekommen", sagte der Sprecher. Am Montagabend hatten die Einsatzkräfte ein Ferienwohngebiet in Wienhausen vor den Wassermassen gerettet.

In den schleswig-holsteinischen Elbmarschen entspannte sich die Lage am Dienstag ebenfalls. Bei Grönland in der Kremper Marsch sicherten nur noch zehn Helfer den Deich einer Entwässerungs-Au, sagte Einsatzleiter Klaus Seemann. Im Falle eines Deichbruchs droht ein Wohngebiet überflutet zu werden, in dem knapp 200 Menschen leben.

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