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Hochzeitstourismus

Für viele Israelis beginnt die Hochzeitsfeier am Flughafen. Sie steigen in den Morgenkurs nach Larnaca, um sich auf der Insel der Aphrodite das Ja-Wort zu geben.

Für viele Israelis beginnt die Hochzeitsfeier am Flughafen. Sie steigen in den Morgenkurs nach Larnaca, um sich auf der Insel der Aphrodite das Ja-Wort zu geben. Bereits zwei Stunden nach der Landung dürfen die Paare als offiziell anerkannte Eheleute in einem Hotel ein gemeinsames Zimmer beziehen.

Die israelischen Wedding Jetter weichen ins Ausland aus, weil sie sich dem zivilrechtlichen Monopol der Ultraorthodoxen nicht beugen wollen. In Israel herrscht zwar Religionsfreiheit. Aber Religion und Staat sind in Israel (noch) nicht getrennt. Standesamtliche Eheschliessungen gibt es nicht. So entscheiden die Strenggläubigen darüber, wer sich das Ja-Wort geben darf und wer nicht. Mischehen tolerieren sie nicht.

Oft sind es aber auch säkulare israelische Juden, die sich die Ringe im Ausland tauschen, weil sie mit den ultraorthodoxen Rabbinern und deren Vorschriften nichts zu tun haben wollen.

Auf Zypern sind die israelischen Brautpaare längst ein gutes Business. Zahlreiche Reisebüros haben sich auf diesen Zweig spezialisiert, und die einzelnen Stadtverwaltungen der Insel überbieten sich im Service, um möglichst viele Paare anzulocken. Für jedes Ja-Wort kassiert ein Bürgermeister nämlich mehrere hundert Euros. Jedes Jahr schliessen rund 3000 israelische Paare den Bund fürs Leben auf Zypern. In einzelnen zypriotischen Gemeinden decken die Einnahmen aus dem Hochzeitsgeschäft mitunter einen Viertel des Haushaltes.

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