Höchster Erfolg gegen US-Dauerrivalin
Serena Williams demütigt Capriati

Srena Williams ist wieder da: Nur 45 Minuten benötigte die Tennis-Diva, um ihre Konkurrentin im Viertelfinale von Wimbledon mit 6:1, 6:1 vom Center Court zu fegen. Sie bewies damit eindrucksvoll, dass wieder voll und ganz mit ihr zu rechnen ist.

HB LONDON. Williams unterstrich mit der schrecklichen Demütigung für Capriati ihre Ambitionen auf den dritten Triumph in Wimbledon in Serie. Sie feierte nach zuletzt zwei Niederlagen im 16. Vergleich den 10. und mit Abstand höchsten Erfolg gegen ihre US-Dauerrivalin. In der Runde der letzten Vier trifft sie an diesem Donnerstag auf Amelie Mauresmo (Frankreich) oder Paola Suarez (Argentinien).

"Das ist ein wunderbarer Moment nach meiner langen Verletzung", sagte Serena Williams. Die 22-Jährige hatte sich nach ihrem Vorjahres-Sieg acht Monate lang mit Knieproblemen herumgeplagt und feierte erst bei den French Open ihr Grand-Slam-Comeback. Im Viertelfinale war sie in Paris gegen Capriati ausgeschieden, so wie zuvor schon im Halbfinale von Rom. "Wir mögen uns nicht, aber wir respektieren uns", sagte Williams und durfte sich in diesem Punkt der Zustimmung ihrer sechs Jahre älteren Kontrahentin sicher sein.

Jennifer Capriati musste eingestehen, noch nie so vorgeführt worden zu sein. "Das war definitiv das beste Spiel von ihr", meinte die zweimalige Australian-Open-Siegerin. "Sie hat heute unglaublich gut gespielt und war die klar Bessere auf dem Platz." Wie in den beiden Vorjahren musste sie im Viertelfinale die Segel streichen. Doch so weh hatte es noch nie getan. Auch wenn sie nach dem Match meinte: "Man ist so konzentriert, da denkt man nicht an Rivalität."

Die zweite Amerikanerin im Feld der besten vier Tennisspielerinnen ist in Wimbledon Lindsay Davenport, die 1999 an der Church Road im Finale gegen Steffi Graf triumphiert hatte. Die 28-Jährige trifft im Halbfinal-Duell der Generationen auf die 17-jährige Maria Scharapowa, die zwar in Moskau geboren ist, aber seit acht Jahren in Florida lebt. Die Schülerin von Nick Bollettieri steht auf dem "Heiligen Rasen" erstmals in der Vorschlussrunde eines Grand-Slam-Turniers.

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