Höchster Stand seit 15 Monaten
Venezuela-Streik treibt Ölpreis über 30 Dollar

Der fortdauernde Generalstreik im Ölexportland Venezuela hat nach Händlerangaben am Freitag den Ölpreis auf den höchsten Stand seit 15 Monaten getrieben.

Reuters LONDON. Im Londoner Vormittagshandel stieg der Preis für die marktführende Nordsee-Ölsorte Brent zur Lieferung im Februar um 74 Cent auf 30,35 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter). Dies ist der höchste Preis seit den Anschlägen in den USA am 11. September 2001.

In Venezuela hat die Opposition am Donnerstag die Fortsetzung des Generalstreiks angekündigt. Der am 2. Dezember ausgerufenen Generalstreik hat die Ölförderung in Venezuela auf fünf Prozent der normalen Menge gedrückt. Venezuela ist der viertgrößte Öl-Lieferant der USA, üblicherweise stammen mehr als 13 Prozent der US-Ölimporte aus dem Land.

Die Opposition, ein loses Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften und Unternehmern, macht Präsident Hugo Chavez für die Rezession im Land verantwortlich. Sie fordert ein Referendum über den Verbleib Chavez' im Amt. Chavez lehnt dies mit Hinweis auf Verfassungsvorgaben ab.

Zu dem Anstieg des Ölpreises tragen Händlern zufolge auch Befürchtungen vor einem Krieg gegen Irak und dadurch bedingte Unterbrechung der Öllieferung bei. Irak exportiert im Schnitt 2,1 Millionen Barrel Öl täglich.

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