Höchster Stand seit Mitte Dezember
Tokioter Börse legt mehr als drei Prozent zu

D ie Tokioter Börse hat am Dienstag angekurbelt von Gewinnen bei Hitachi und Hoffnungen auf eine Reform in Japan mehr als drei Prozent zugelegt und damit auf dem höchsten Stand seit Mitte Dezember geschlossen. Anzeichen dafür, dass das Land hinter der neuen Führung stehe und auch das Ausland sich mit den Reformplänen anfreunde, hätten Investoren zu Käufen auf breiter Front bewegt, sagten Händler.

rtr TOKIO. Nach einer Umfrage der "Sankei Shimbun" vom Wochenende stimmten derzeit 80,9 Prozent der Wähler in Japan der neuen Regierung unter Ministerpräsident Junichiro Koizumi zu. Der Nikkei-Index kletterte um 3,52 Prozent oder 491,14 Punkte auf 14 425,46 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit dem 18. Dezember. Der Topix-Index legte 3,31 Prozent oder 45,23 Punkte auf 1 411,69 Punkte zu und erreichte damit den höchsten Schlussstand seit dem 10. November.

Erwartungen, die neue Regierung werde das Problem der Not leidenden Kredite im japanischen Bankenwesen angehen, hätten ausländische Investoren vor allem große Bankenwerte kaufen lassen, sagten Analysten. "Wenn sie (ausländische Investoren) Reformen sehen und ihr Engagement in Japan erhöhen, schauen sie zuerst auf den Bankensektor", sagte Yoshihisa Okamoto von der Fuji Investment Management. Unter den Finanztiteln legten UFJ Holdings 9,11 Prozent auf 970 000 Yen zu.

Haseko-Aktie gewinnt deutlich hinzu

Bei den Bautiteln stachen Haseko Corp mit einem Zuwachs von 18,18 Prozent auf 65 Yen hervor. Bereits am Freitag hatten Haseko nach positiven Presseberichten zur finanziellen Lage des Unternehmens 28 Prozent zugelegt. Haseko war am Dienstag die am stärksten gehandelte Aktie.

Die Papiere von Japans größtem Elektronik-Produzenten Hitachi gewannen 11,69 Prozent auf 1 338 Yen. Im Handelsverlauf markierte der Titel ein neues Neunmonatshoch, nachdem Hitachi am Freitag eine Verdoppelung des operativen Ergebnisses für das Geschäftsjahr 2000/2001 bis Ende März gemeldete hatte. Damit übertraf das Unternehmen sowohl die Schätzungen der Analysten als auch frühere eigene Prognosen.

Unter den anderen großen Technologiewerten legten Sony 3,03 Prozent auf 9 520 Yen zu. Ende vergangener Woche hatte Sony mitgeteilt, zum ersten Mal seit drei Jahren sei das Betriebsergebnis auf dem Rücken kräftiger Umsätze mit Vaio-PCs und anderen Elektronikprodukten binnen Jahresfrist gestiegen.

Der Börsenumsatz der ersten Sektion betrug insgesamt 1 196,22 (Freitag 1 075,09) Millionen Aktien.

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