Höchstsatz von 15,5 Prozent
Große deutsche Krankenkassen erhöhen Beiträge

Die gesetzlichen Krankenkassen werden ihre Beiträge zum 1. Januar auf breiter Front erhöhen. Die größte deutsche Krankenkasse, die Barmer Ersatzkasse, kündigte am Mittwoch einen Anstieg an. Trotz des rot-grünen Sparpakets sei "eine gewisse Beitragssatzanhebung unumgänglich", sagte Barmer-Vorstandschef Eckart Fiedler in Berlin.

HB/dpa BERLIN/HANNOVER. Zur Höhe wollte er sich nicht äußern. "Ich gehe von einer moderaten Korrektur aus." Derzeit liegt der Beitragssatz für die etwa sechs Millionen Mitglieder bei 14,5 Prozent.

Die zweitgrößte Kasse, die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK), hatte am Dienstag für ihre 5,4 Millionen Mitglieder eine Erhöhung von 14,5 auf 15,2 Prozent zum Jahreswechsel angekündigt. Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) mit Sitz in Hannover, die 1,5 Millionen Mitglieder hat, zog am Mittwoch nach: Sie hebt ihren Beitrag zum 1. Januar von 14,5 auf 14,8 Prozent an. Der Prozentsatz bezieht sich auf das Bruttoeinkommen bis zur Obergrenze von 3450 Euro. Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen sich den Beitrag.

Barmer-Chef Fiedler sagte, die geplante Erhöhung sei die Folge von "drastischen, ja dramatischen Arzneimittelausgabensteigerungen". Im vergangenen Jahr seien die Kosten der Barmer um 14,2 Prozent und dieses Jahr nochmals um 7,1 Prozent gestiegen. Ein KKH-Sprecher teilte mit, verantwortlich für die Beitragserhöhung sei eine nachträgliche Einzahlung in den Risikostrukturausgleich der Kassen.

Auch viele andere Kassen wollen ihre Beiträge zu Jahresbeginn erhöhen. Bei den Kassen, die bundesweit für alle Versicherten geöffnet sind, wird der niedrigste Beitragssatz zu Beginn 2003 bei 11,9 Prozent liegen. Zwei Betriebskrankenkassen halten auch im Januar an diesem Beitrag fest: Die Taunus BKK im hessischen Aarbergen und die BKK Essanelle in Düsseldorf. Dies ergab eine dpa-Umfrage bei den Kassenverbänden und einzelnen Kassen am Mittwoch. Der höchste Satz wird mindestens 15,5 Prozent betragen. Noch haben nicht alle Kassen ihren Beitragssatz für Januar beschlossen, und die Aufsichtsämter noch nicht über alle Erhöhungsanträge entschieden.

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