Höchststand seit 2001
Gerüchte stützen ProSiebenSat.1-Aktie

Nach Spekulationen über eine mögliche Rücknahme des KirchMedia-Insolvenzantrages steigen die Aktien der TV-Senderkette ProSiebenSat.1 auf den höchsten Stand seit Ende August 2001. Das Gerücht wurde durch einen Pressebericht geschürt.

rtr FRANKFURT. Aus Kreisen der Gläubigerbanken Commerzbank, HypoVereinsbank, BayernLBÄBLGGg.MUÜ und DZ Bank erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters jedoch, dass keinesfalls an einen Rückzug des Insolvenzantrags gedacht werde. "Das ist ziemlicher Quatsch und derzeit kein Thema", sagte ein Vertreter der Gläubigerbanken.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Mittwochausgabe) berichtete unter Berufung auf einen Vertreter der Gläubigerbanken, das Zurückziehen des Antrags sei vorstellbar, wenn sich die Mitgesellschaften des Unternehmens in einer Größenordnung von 700 Millionen Euro an einer Kapitalerhöhung beteiligten. Bei Kirch war bislang keine Stellungnahme zu dem Zeitungsbericht zu erhalten.

"Der Zeitungsbericht treibt den Aktienkurs heute nach oben", sagte ein Aktienhändler. "Es wäre ein positives Signal für den Mediensektor, wenn Kirch nicht Pleite geht." Gegen Mittag notierten die ProSieben-Papiere mehr als zwei Prozent fester bei 12,15 Euro. Zuvor hatten sie bei 12,61 Euro den höchsten Stand seit Ende August 2001 markiert. Der MDax lag unterdessen leicht im Minus.

In der Vergangenheit hatte sich der ProSieben-Kurs allerdings stets unbeeindruckt von den Problemen bei KirchMedia gezeigt, die über 52 Prozent der ProSieben-Anteile halten. Seit Anfang Februar 2002 hat sich der Börsenwert der TV-Senderfamilie nahezu verdreifacht.

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