Höfe bekommen wieder neuer Tiere
Neuer Geflügelpestverdacht in NRW nicht bestätigt

Der neue Geflügelpestverdacht in Nordrhein- Westfalen hat sich nicht bestätigt. Die Ergebnisse der Schnelltests beim Staatlichen Veterinäruntersuchungsamt in Krefeld seien negativ ausgefallen, berichtete am Freitag die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn (Grüne).

HB/dpa DÜSSELDORF. Auf zwei Höfen im Kreis Kleve waren vorsorglich rund 12 000 Puten und Hühner getötet worden, nachdem in den Geflügelbeständen auffällige Symptome entdeckt worden waren.

Für die Erkrankung der Tiere sei nicht die Geflügelpest verantwortlich, sagte Höhn. In den Blutproben der Tiere seien keine Antikörper nachgewiesen worden. Deshalb müssten zunächst keine weiteren Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Abschließende Gewissheit werde von den amtlichen Endergebnissen der Tests bei der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere auf der Ostseeinsel Riems erwartet. Die beiden Höfe könnten nach den notwendigen Desinfektionen wieder neue Tiere in ihre Stallungen bringen. Für die getöteten Tiere würden sie aus der Tierseuchenkasse entschädigt.

Die Geflügelpest hatte in der vergangenen Woche auf einen Mastbetrieb im Kreis Viersen übergegriffen. Mittlerweile wurden in Nordrhein-Westfalen fast 100 000 Tiere im Kampf gegen die hochansteckende Seuche gekeult.

Die EU-Kommission hatte für Nordrhein-Westfalen am Donnerstagabend das Exportverbot für Geflügel bis zum 30. Mai verlängert. Das Exportverbot gilt für Bruteier, lebendes Geflügel, Kadaver und unbehandelten Mist. Gleichzeitig gab die EU für zwei deutsche Anträge grünes Licht: Der Transport von Geflügel aus rechtsrheinischen Gebieten in andere Teilen des Bundesgebiets wurde unter strengen Auflagen erlaubt. Dort sind noch keine Verdachtsfälle aufgetreten. Damit sei die drohende Tötung einer halben Million Küken abgewendet, hieß es in Düsseldorf.

Zudem ist es jetzt erlaubt, Vögel in Zoos oder in Betrieben, die seltene, vom Aussterben bedrohte Arten haben, zu impfen. "Wir sehen uns mit unseren Maßnahmen bestätigt", kommentierte Alexander Müller, Staatssekretär im Bundesagrarministerium, die EU-Beschlüsse.

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