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Höhenflug des Ölpreises gestoppt - OPEC-Förderanhebung nicht auf PrüfstandDPA-Datum: 2004-07-07 14:39:58

LONDON (dpa-AFX) - Der Höhenflug des Ölpreises hat sich am Mittwoch in London nicht fortgesetzt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August gab bis zum Mittag in London um 1,61 Prozent auf 36,58 US-Dollar nach. Am Vortag hatte ein Streik im OPEC-Land Nigeria, Schäden an einer wichtigen Pipeline in Irak und die russische Yukos-Affäre den Ölpreis auf den höchsten Stand seit Anfang Juni getrieben.

LONDON (dpa-AFX) - Der Höhenflug des Ölpreises hat sich am Mittwoch in London nicht fortgesetzt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August gab bis zum Mittag in London um 1,61 Prozent auf 36,58 US-Dollar nach. Am Vortag hatte ein Streik im OPEC-Land Nigeria, Schäden an einer wichtigen Pipeline in Irak und die russische Yukos-Affäre den Ölpreis auf den höchsten Stand seit Anfang Juni getrieben.

Beruhigend auf die Ölmärkte wirkte neben der Ankündigung eines Treffens des nigerianischen Arbeitsministers Hassan Lawal mit Vertretern der beiden führenden Ölgewerkschaften auch die Aussage des saudischen Ölministers Ali al-Nuaimi, dass die beschlossene OPEC-Förderanhebung im August nicht auf dem Prüfstand stehe.

LAGE IN NIGERIA

Händler hatten den Preisschub am Vortag mit Problemen in Nigeria und dem Irak begründet. Der französische Ölkonzern TOTAL hatte nach Protesten seiner Arbeiter die Öl- und Gasförderung in Nigeria gestoppt. "Aus Sicherheitsgründen mussten wir die Produktion seit Freitagmittag unterbrechen", sagte der Direktor von Elf Petroleum Nigeria, Emmanuel Chiakana am Dienstag.

Die Gesellschaft fördert in Nigeria nach eigenen Angaben täglich 215.000 Barrel Öl. Die Arbeiter fordern höhere Löhne. Durch einen Ölarbeiterstreik könnte nach Aussagen eines Ministeriumssprechers die Ölförderung des Landes gelähmt werden.

OPEC-FÖRDERANHEBUNG NICHT AUF PRÜFSTAND

Nach Einschätzung des saudischen Ölministers, Ali al-Nuaimi, steht der Fördermengenbeschluss der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) zur Ausweitung um 500.000 Barrel je Tag im August nicht auf dem Prüfstand. Mit dieser Aussage wird der Minister am Mittwoch im Middle East Economic Survey (MEES) zitiert. Die OPEC-Minister treffen am 21. Juli erneut zusammen.

Die OPEC hatte sich Anfang Juni auf eine schrittweise Ausweitung der Fördermenge um insgesamt 2,5 Millionen Barrel je Tag verständigt. Dabei sollte die Fördermenge ab Juli zunächst um 2 Millionen Barrel und ab August um weitere 500.000 Barrel pro Tag gesteigert werden. Diese Entscheidung hatte an den Ölmärkten zu einem deutlichen Rückgang des Ölpreises geführt.

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