Höhere Dividende
BayWa hat Appetit auf weitere Übernahmen

Der vor dem Zusammenschluss mit der Stuttgarter WLZ Raiffeisen AG stehende bayerische Agrar- und Baustoffhändler BayWa will sich weiter aktiv an der Marktkonsolidierung beteiligten.

Reuters MÜNCHEN. Die anhaltende Schwäche in den Branchen Bau, Agrar und Energie böten Chancen für Übernahmen und Kooperationen, sagte BayWa-Chef Wolfgang Deml am Dienstag auf der Hauptversammlung in München. Diese würden jedoch nur dann wahrgenommen, wenn sie in das Vertriebskonzept passten, hob er hervor.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Deml ohne Berücksichtigung möglicher Zu- und Verkäufe mit einem Konzern-Umsatz auf Vorjahresniveau von 5,25 Milliarden Euro. Dabei schloss er die Schließung kleinerer, wenig rentabler Standort nicht aus. Den Aktionären wurde für das Geschäftsjahr 2001 trotz eines Gewinnrückgangs auf sechs von 11,5 Millionen Euro eine um zehn Prozent auf 0,22 Euro erhöhte Dividende je Stückaktie angeboten.

Von dem geplanten Zusammenschluss mit der WLZ verspricht sich Deml eine deutliche Verbesserung der Kosten- und Ertragsstruktur. "Das sind Synergien, die notwendig sind, um in einem schwierigen Markt mit sinkenden Margen erfolgreicher zu sein", sagte der Vorstandschef laut Redetext.

Fusion soll bis 2003 abgeschlossen sein

Ende Juni hatten die Aktionäre der WLZ Raiffeisen AG dem Zusammenschluss zugestimmt. Seit dem 1. Juli bis zum 9. August können sie ihre WLZ-Aktien in BayWa-Aktien tauschen. Für eine WLZ-Vorzugsaktie erhielten die WLZ-Aktionäre 3,4 BayWa-Stammaktien. Bei einem Tausch der WLZ-Stämme belaufe sich das Umtauschverhältnis auf 3,3 BayWa-Stammaktien.

Die Fusion, die Ende April unter Auflagen vom Bundeskartellamt genehmigt worden war, soll zum 1. Januar 2003 abgeschlossen sein. Voraussetzung sei jedoch, dass 95 Prozent der WLZ-Aktionäre ihre Anteilsscheine tatsächlich gegen BayWa-Aktien tauschen, hieß es. Nach der Fusion wird die WLZ als Tochter der BayWa weitergeführt und soll als Zweigniederlassung für das Agrargeschäft im Südwesten zuständig sein. Der WLZ-Konzern setzte 2001 mit rund 2100 Mitarbeitern 961 Mill. Euro um und erzielte einen Überschuss von 0,4 Mill. Euro.

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