Höhere Dividende vorgeschlagen: FMC übertrifft Erwartungen

Höhere Dividende vorgeschlagen
FMC übertrifft Erwartungen

Der Bad Homburger Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) hat im Schlussquartal 2002 sein operatives Ergebnis deutlich gesteigert und schnitt damit besser ab als von Branchenexperten erwartet. Auch für das Gesamtjahr schlug damit eine Erhöhung des Betriebsgewinns zu Buche.

Reuters BAD HOMBURG. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) sei im Zeitraum Oktober bis Dezember auf 184 (VJ: 152) Millionen Dollar gestiegen, teilte das weltgrößte Dialyseunternehmen am Dienstag mit. Analysten hatten in einer Reuters-Umfrage im Schnitt 178 Millionen Dollar prognostiziert. Der Umsatz habe um sieben Prozent auf 1,358 Milliarden Dollar zugenommen. "Ausblickend bekräftigte FMC, dass 2003 mit einem prozentual hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Anstieg (korrekt) des Nettogewinns kalkuliert werde.

Im Gesamtjahr 2002 sei der Gewinn vor Zinsen und Steuern um acht Prozent auf 695 Millionen gewachsen, der Umsatz habe um fünf Prozent auf 5,08 Milliarden Dollar zugelegt. Die Gesellschaft will die Dividende pro Stammaktie auf 0,94 (Vj: 0,85) Euro erhöhen, pro Vorzugsaktie auf 1,00 von zuvor 0,91 Euro.

Analysten werteten die FMC-Zahlen in ersten Reaktionen positiv. Ludger Mues vom Bankhaus Sal. Oppenheim sagte: "Auf den ersten Blick sind die Zahlen etwas besser als erwartet ausgefallen." Der Geschäftsausblick sei im Rahmen der Prognosen geblieben. Positiv sei für FMC zudem zu vermerken, dass der Dialysespezialist seine Refinanzierung unter Dach und Fach gebracht habe. FMC hatte mitgeteilt, die Refinanzierung einer Kreditvereinbarung abgeschlossen zu haben. Die Bedingungen der neuen Kreditvereinbarung sind nach FMC-Angaben bereits im Geschäftsausblick für 2003 berücksichtigt.

Ähnlich äußerte sich auch Analyst Andreas Schmidt von Merrill Lynch. FMC habe eine "solide Performance" gezeigt. Besonders gut sei, dass FMC die Umschuldung auf den Weg gebracht habe.

Die Konzernmutter von FMC, die im MDax gelistete Fresenius AG, legte ebenfalls Geschäftszahlen vor. Demnach steigerte auch der Fresenius-Gesamtkonzern den Gewinn vor Zinsen und Steuern im Gesamtjahr 2002 und lag ebenso oberhalb der Analysten-Prognosen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei um zehn Prozent auf 837 Millionen Euro gestiegen, teilte das Bad Homburger Unternehmen mit. Währungsbereinigt betrage der Anstieg 15 Prozent. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Ebit von 819 Millionen Euro gerechnet. Die Schätzungen lagen zwischen 796 und 834 Millionen Euro. Der Konzernumsatz habe um drei Prozent auf 7,507 Milliarden Euro zugelegt, hieß es weiter. Einen Ausblick auf 2003 legte Fresenius zunächst nicht vor.

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