Höhere Gewinne
Kostensenkung macht sich für Goodyear bezahlt

Der US-Reifenhersteller Goodyear Tire & Co hat im zweiten Quartal seinen Gewinn mehr als verdreifacht und damit die eigenen Prognosen übertroffen. Vor allem die Senkung der Kosten und fallende Rohstoffpreise hätten dazu beigetragen, teilte das in Akron im US-Bundesstaat Ohio ansässige Unternehmen am Dienstag mit.

Reuters AKRON. Der Netto-Gewinn stieg den Konzernangaben zufolge auf 28,9 Millionen Dollar oder 18 Cent je Aktie von 7,8 Millionen Dollar oder fünf Cent je Aktie vor einem Jahr. Mitte Juni hatte Goodyear selbst noch einen Gewinn von zehn bis 15 Cent je Aktie in Aussicht gestellt. Analysten hatten laut Thomson First Call im Durchschnitt mit einem Gewinn von zwölf Cent je Aktie gerechnet. Der Umsatz sei auf 3,5 Milliarden Dollar von 3,6 Milliarden Dollar gefallen.

Die Börse nahm den Quartalsbericht gut auf. Die Aktien kletterten um 4,35 Prozent auf 16,54 Dollar und lagen damit besser als der Gesamtmarkt, der gemessen am S&P-500-Index nach rund zwei Handelsstunden leicht im Minus notierte. Allerding haben die Aktien des Unternehmens in diesem Jahr schon 33 Prozent an Wert verloren, während der S&P-Index um fast 30 Prozent fiel.

Goodyear, einer der größten Reifenhersteller der Welt, teilte mit, das Geschäft habe sich auf breiter Basis verbessert. Sechs von sieben Sparten hätten höhere Gewinne und Margen als vor einem Jahr ausgewiesen, erklärte Goodyear-Chairman und Chief Executive Sam Gibara.

Vor allem in Europa erzielte Goodyear ein gutes Ergebnis. Im Europa-Geschäft sei der Umsatz um 6,2 Prozent auf 806,9 Millionen Dollar gestiegen und der operative Gewinn habe sich auf 34,5 Millionen Dollar fast verdoppelt, teilte das Unternehmen mit. Auch in Afrika, im Nahen Osten und in Lateinamerika seien Gewinnsteigerungen verzeichnet worden.

In Nordamerika sei dagegen der operative Gewinn auf 39,3 Millionen Dollar von 49 Millionen Dollar im Vorjahr gesunken, teilte Goodyear weiter mit. Der Absatzrückgang bei Ersatzreifen und das Ende der Rückrufaktion von Ford hätten das Nordamerika-Geschäft belastet, hieß es. Ford hatte im vergangenen Jahr bei seinen Modellen die Firestone-Reifen mit anderen Marken ausgetauscht, nachdem US-Behörden mehrere tödlich verlaufende Unfälle auf Materialschäden bei Firestone-Reifen zurückgeführt hatten. Von dieser Aktion hatten die anderen Reifenhersteller profitiert. Goodyear konnte nach eigenen Angaben die genannten negativen Faktoren durch niedrigere Materialkosten, höhere Preise und Kostensenkung nur zum Teil ausgleichen.

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