Höhere Lebensmittelgutscheine
Tarifeinigung in mexikanischem VW-Werk

Der Streik im mexikanischen Volkswagen-Werk geht nach fast drei Wochen zu Ende. Volkswagen teilte am Mittwoch in Wolfsburg mit, man habe sich mit der Gewerkschaft auf Einkommenserhöhungen von 10,2 % geeinigt.

Reuters MEXIKO STADT/WOLFSBURG. Die Produktion in dem nahe von Mexiko Stadt gelegenen Automobilwerk sollte am gleichen Tag wieder aufgenommen werden. Der seit dem 18. August dauernde Ausstand kostete das VW-Werk nach eigenen Angaben täglich durchschnittlich 25 Mill. Dollar Umsatz.

Die gut zehn-prozentige Einkommenserhöhung enthält den Angaben der Gewerkschaft zufolge 3,5 % höhere Lebensmittelgutscheine und eine um ein Prozent angehobene Unterstützung für die Schulausrüstung der Kinder von Beschäftigten. Ferner habe VW zugesagt, den Beschäftigten die Hälfte ihrer während des Ausstands ausgefallenen Bezüge zu zahlen, sagte der Vorsitzende der mexikanischen VW-Arbeiter-Gewerkschaft, Jose Luis Rodriguez.

In dem vom Arbeitsministerium moderierten Lohnverhandlungen hatte die Gewerkschaft zuletzt 16 % verlangt. Eine von VW vergangene Woche angebotene Lohnerhöhung um 8,5 % plus 1,7 % Sozialleistungen war von den Beschäftigten in einer Urabstimmung ablehnt worden. Ursprünglich hatte die Gewerkschaft 30 % gefordert.

Der Streik dürfte nach Berechnungen auf Grundlage der VW-Angaben zwischen 425 und 475 Mill. Dollar Umsatz gekostet haben. Das mexikanische Werk ist das einzige, in dem das in 80 Länder exportierte Modell "New Beetle" produziert wird. Daneben laufen in dem Werk der "Jetta" sowie der "Golf Cabriolet" vom Band. Für den einheimischen Markt produziert das Werk auch noch den historischen "Käfer". Mit rund 16 000 Beschäftigten hatte die Fabrik im vergangenen Jahr 475 703 Fahrzeuge produziert, von denen ein großer Teil in den USA abgesetzt wird.

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