Höhere Zinsen in Europa
Merrill Lynch-Umfrage: Fondsmanager bauen USA-Portfolios aus

Nur noch wenige Fondsmanager haben in ihren globalen Portfolios Japan übergewichtet.

dpa-AFX LONDON. Zum ersten Mal seit September 1998 haben nur noch wenige Fondsmanager in ihren globalen Portfolios Japan übergewichtet. Mittlerweile zeigen sich aber 81 % der Anlagestrategen über die japanische Volkswirtschaft zuversichtlich, so dass sie ihr Wachstumsprognose für dass laufende Fiskaljahr von 1,4 % auf 1,6 % erhöhten. Dies ergibt eine von dem US Brokerhaus Merrill Lynch in Aufrag gegebene Umfrage unter Fondsmanagern.

Weniger positiv sind die Aussichten für den pazifischen Raum. Sie setzen indes auf USA und Europa. Allerdings erwarten sie, dass sich das globale Wachstum im laufenden Jahr verlangsame. Während sie in den USA demnächst keine weiteren Zinserhöhungen sehen, erwarten sie auf Jahressicht in Europa und Großbritannien höhere Zinsen. Für Japan prognostizieren sie, dass die Bank of Japan (BoJ) erstmals seit rund einer Dekade die Zinsen stark anheben werde.

Zu der sektoralen Entwicklung der Märkte ergab die Umfrage, dass innerhalb der TMT-Branche Aktien aus dem Computer-, Hardware- und Mediensegment von einem Konjunkturaufschwung stark negativ betroffen sein dürften. Dagegen würden Unternehmen aus dem Festnetz,- und Mobil, und Internetinfrastruktursektor ihre Gewinne verteidigen.

Kapitalmarktexperten erwarten BIP-Wachstum von über 3 %

Für Europa erwarteten 70 % der Kapitalmarktexperten in den nächsten zwölf Monaten ein stärkeres Wachstum als bisher. In ihren Schätzungen gehen sie von einem BIP-Wachstum von mehr als 3 % für das laufende und kommende Jahr aus. Zugleich haben sie ihre Prognosen für die Unternehmensgewinne nach oben korrigiert. Das erhöhe die Attraktivität europäischer Werte.

Auf Sektorbasis kürten die Hälfte der Fondsmanager defensive Branchen zu jenen Sektoren, die sie am meisten favorisieren würden, 40 % von ihnen bevorzugten hingegen Finanzwerte. Eher pessismistisch seien die Experten für Zykliker aus der Chemie und Forstindustrie gestimmt. Auf der TMT-Ebene seien die Manager anstelle von Telekom - und Medienaktien, Positionen im IT-Hardwareumfeld eingegangen.

In Großbtritannien würden die Experten sowohl Bonds als auch Aktien favorisieren, hierbei hätten sie sich von Finanzwerten getrennt und dafür Positionen im defensiven- und Wachstumssektor aufgebaut. Im "Growth"-Umfeld erklärten sie Pharmaaktien als äußerst attraktiv, sagte Greetham weiter.

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