Höheres Inflationsrisiko
Geldmenge M3 um 7,9 Prozent gewachsen

Das für die EZB-Zinspolitik wichtige Geldmengenwachstum in der Euro-Zone ist im Januar etwas geringer ausgefallen als erwartet.

Reuters FRANKFURT. In der Jahresrate habe die Geldmenge in der Euro-Zone um 7,9 Prozent zugenommen nach 8,0 Prozent im Dezember, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Mittwoch in Frankfurt mit.

Der gleitende Dreimonatsdurchschnitt von November bis Januar stieg den Angaben zufolge auf 8,0 (Oktober bis Dezember 7,8) Prozent und liegt damit weiter deutlich über dem EZB-Referenzwert von 4,5 Prozent. Analysten hatten mit einem Geldmengenwachstum von 8,0 Prozent in der Jahresrate und im gleitenden Dreimonatsdurchschnitt gerechnet.

Die EZB teilte zudem mit, das Geldmengenwachstum sei wegen der Unsicherheit an den Finanzmärkten seit Herbst 2001 weiterhin von Portfolioumschichtungen in liquidere Anlageformen geprägt.

M3-Wachstum signalisiert ein höheres Inflationsrisiko

Ein schnelles M3-Wachstum signalisiert in der Regel höhere Inflationsrisiken und verringert damit den Spielraum für Zinssenkungen der EZB, deren oberstes Ziel die Preisstabilität ist. Das Geldmengenwachstum ist neben einer umfassenden Beurteilung der Inflationsentwicklung eine der beiden Säulen, an denen die EZB ihre Geldpolitik ausrichtet.

M3 umfasst nach Definition der EZB Bargeld, Einlagen auf Girokonten bei Banken, Einlagen und Schuldverschreibungen bis zu zwei Jahren, Repogeschäfte, Geldmarktpapiere und-fonds sowie Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist.

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