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Höhn: Chancen für MKS-Impfungen sind gestiegen

Die Chancen für Schutzimpfungen gegen die Maul- und Klauenseuche (MKS) in Nordrhein-Westfalen sind nach Einschätzung von Landesagrarministerin Bärbel Höhn (Grüne) gestiegen.

dpa BERLIN. Die EU-Kommission habe signalisiert, dass die drohenden Exportbeschränkungen für Fleisch von geimpften Tieren aufgeweicht werden könnten, sagte sie am Dienstagabend. Die für heute erwartete EU-Entscheidung über den Impfantrag aus NRW war zuvor überraschend verschoben worden. Die EU-Kommission werde Bund und Ländern schon heute einen Vorschlag für mögliche Impfungen unterbreiten, sagte eine Sprecherin des Bundesverbraucherschutzministeriums. Dann werde der zeitgleich in Bonn tagende deutsche MKS-Krisenstab der Agrar-Staatssekretäre der Länder entscheiden, ob man künftig gemeinsam vorgehe oder nicht. In Düsseldorf will der MKS-Krisenstab von Nordrhein-Westfalen seine weitere Strategie festlegen.

Höhn sagte, mögliche Restriktionen würden wegen der vorbeugenden Impfungen wesentlich geringer ausfallen als in den von der Seuche betroffenen Niederlanden. Ob das von NRW angestrebte Ziel, das Fleisch geimpfter Tiere zu verwerten, erreicht werden kann, wollte sie nicht sagen. Der Ständige Veterinärausschuss der EU wolle bis zum Freitag die Haltung der NRW-Vertreter auf den Tisch haben, um noch vor dem nächste Woche tagenden Agrarrat darüber zu diskutieren.

Der NRW-Antrag war am Dienstag kurzfristig von der Tagesordnung des Ständigen Veterinärausschuss der EU gestrichen worden. Nach einer Vorbesprechung hätten sich Vertreter der EU-Kommission, des Landes und des Berliner Verbraucherschutzministeriums darauf geeinigt, dass der Antrag in Deutschland nochmals erörtert werden solle, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission. Die Sprecherin von Ressortchefin Renate Künast (Grüne) nannte den Beschluss "fair". So könnten die Länder nochmals über eine gemeinsame Strategie reden.

Nordrhein-Westfalen will rund 1,1 Millionen Tiere in einem 25 Kilometer breiten Korridor an der Grenze zu den Niederlanden impfen. Damit soll ein Übergreifen der Seuche verhindert werden.

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