Höhn: "Wir hätten in Sachen BSE früher konsequenter handeln müssen".
Höhn räumt bei BSE Versäumnisse der Politik ein

Zugleich forderte die Umweltministerin ein Umdenken in der Landwirtschaft. Eine wesentliche Ursache für BSE sei sei für Höhn das globalisierte anonyme Produktionsverfahren.

ap KÖLN. Die nordrhein-westfälische Umweltministerin Bärbel Höhn hat Versäumnisse der Politik im Kampf gegen den Rinderwahnsinn eingeräumt. "Wir hätten in Sachen BSE früher konsequenter handeln müssen", sagte die Grünen-Politikerin dem Kölner "Express" (Sonntagausgabe). "Es sind Fehler in der Vergangenheit gemacht worden, für die wir jetzt bitter bezahlen müssen."

Das am Samstag beschlossene Sofortprogramm gegen BSE begrüßte Höhn. Es müsse nun aber dafür gesorgt werden, dass die Schnelltests auch auf Tiere ausgedehnt würden, die jünger als 30 Monate seien. "Wir müssen jetzt zügig handeln angesichts der Lage in Deutschland, aber auch in England, wo im Monat durchschnittlich 100 akute BSE-Fälle ohne Schnelltests publik werden."

Zugleich forderte die Umweltministerin ein Umdenken in der Landwirtschaft. Eine wesentliche Ursache für BSE seien globalisierte anonyme Produktionsverfahren. Erforderlich sei deshalb "mehr Regionalisierung in Deutschland und auf EU-Ebene". Es gebe bereits Qualitäts-Fleischprogramme, in denen festgelegt werde, was die Rinder an Futter bekämen und wo die Tiere ganzjährig auf der Weide stünden. Adressen dazu gebe es bei den Verbraucherzentralen.



Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%