Hoeneß bestätigt Einigung
Telekom wird neuer Bayern-Sponsor

"Wir sind uns mehr oder wenig einig. Es wird Ende der Woche eine Pressekonferenz geben", bestätigte Manager Uli Hoeneß am Samstag Medienberichte.

dpa MÜNCHEN. Die Deutsche Telekom hat das Rennen um den begehrten Werbeplatz auf den Trikots des FC Bayern München gemacht. "Wir sind uns mehr oder weniger einig. Es wird Ende der Woche eine Pressekonferenz geben", bestätigte Manager Uli Hoeneß am Samstag Medienberichte, denen zufolge das Telekommunikations-Unternehmen ab Juli als Hauptsponsor beim deutschen Fußball-Rekordmeister einsteigen und somit die Nachfolge der Opel AG antreten wird. "Sie können versichert sein, dass es ein guter Deal ist", sagte Hoeneß nach dem 2:0-Sieg des FC Bayern beim VfB Stuttgart zu den anwesenden Journalisten.

Angeblich hat der Bayern-Manager bereits am Freitag vergangener Woche einen Vertrag mit der Telekom unterzeichnet. Eine endgültige Bestätigung des Clubs dazu steht bislang allerdings noch aus. Laut Bayern-Pressesprecher Markus Hörwick liefen am Freitagabend mit drei Unternehmen Verhandlungen, darunter die Deutsche Telekom, die nun das Rennen als Hauptsponsor für sich entschieden hat.

Unterschiedliche Angaben werden in den Medien über die Summe gemacht, die das Bonner Unternehmen bei den Bayern investieren wird. Zwischen 20 und 25 Mill. Euro soll die Telekom dem Weltpokalsieger angeblich pro Jahr überweisen. Opel hatte dem Vernehmen nach jährlich rund 15 Mill. Euro an die Bayern gezahlt. Der neue Vertrag soll zunächst fünf Jahre gelten.

Ende 2001 war bekannt geworden, dass sich der Automobilkonzern Opel nach 13 Jahren als Sponsor beim FC Bayern zurück ziehen wird. Der bis 2003 gültige Vertrag sollte nach Möglichkeit schon vorzeitig aufgelöst werden. Anschließend waren zahlreiche Firmen, darunter die Deutsche Post AG, die Allianz, BMW, Siemens und Coca-Cola als mögliche Nachfolger genannt worden. Die Deutsche Telekom engagiert sich bislang hauptsächlich als Sponsor für das Profirad-Team um Jan Ullrich, beim Basketball-Bundesligisten in Bonn und für den deutschen Ruder-Achter.

Mit dem Telekom-Vertrag bleibt der FC Bayern auch wirtschaftlich weiterhin die unumstrittene Nummer eins in der Bundesliga. Die Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft ist beschlossene Sache. Der Verkauf eines Zehn-Prozent-Anteils für 75 Mill. Euro an die Sportartikelfirma "adidas" ist perfekt, und von der Allianz fließen in den kommenden 15 Jahren 95 Mill. Euro in die Kasse, damit das neue Stadion den Namen des Versicherungskonzerns trägt.

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