Hörakustiker hat sich bei Regus eingemietet
Fachinstitut im Business -Center

Kosten sparen durch flexibles Raum-Management - nicht nur klassische Büro-Unternehmen schätzen diese Alternative. Ein Berliner Hörakustiker hat alle Büro-Aktivitäten outgesourct; er nutzt den Business-Center-Service von Regus.

Mit einem neuen Konzept hat sich Jörg Keutmann auf den Markt der Hörakustik gewagt. Der Berliner Akustiker-Meister berät seine Kunden im Fachinstitut, nicht in einem gewöhnlichen Laden. Sein Institut erinnere mehr an eine Rechtsanwalts-Kanzlei oder eine Arztpraxis als an ein Geschäft, beschreibt der Hörakustiker das räumlich Neue. Ein Laden sei meist "eher an den Kiez gebunden"; die Patienten kommen eben mal um die Ecke ins Geschäft. "Doch ich wollte eine Einrichtung, die überregional wirkt."

Das Fachinstitut des Hörakustikers

Dafür bedarf es entsprechender Räume. Neben der Beratung der Patienten sollte das Institut auch andere Dienstleistungen bieten. Keutmann lud zum Beispiel Experten zum Erfahrungsaustausch oder Konferenzen ein. Problem: Während der tägliche Raumbedarf eher bescheiden ist, müssen Konferenz- oder Repräsentationsräume ständig mitbezahlt werden.

Eher zufällig fand Keutmann die Lösung. Vor einem Jahr beschloss er zusammen mit seiner Frau, ebenfalls Akustiker-Meisterin, in Top-Lage im Westen Berlins eine Niederlassung zu eröffnen, um ein neues Kundensegment anzusprechen. Doch Makler konnten ihm nichts Passendes vermitteln. Die angebotenen Flächen waren zu groß. Kleinere, aber niveauvolle Flächen - und einen guten Standard sollten sie schon bieten - kosteten zu viel. Da wurde Keutmann auf Business-Center aufmerksam gemacht. "Mir sagte der Begriff nichts", erinnert er sich, "ich wusste nicht, was ein Business-Center ist".

Im Neuen Kranzlereck am Kurfürstendamm schaute er sich das Regus-Center an - und war "sehr angetan von dem Konzept": Top-Standort, sehr zentral, an alle Verkehrsmittel angebunden - und auf dem gewünschten Niveau. Als er dann noch die Kosten kalkulierte, war die Entscheidung klar. Keutmann hat auf Dauer nur eine bescheidene Fläche von 30 Quadratmetern gemietet. Alle Service-Räume drumherum - Wartebereich, Empfang, Lounge, Internet-Café, Schulungs- und Konferenzräume - kann er mitbenutzen oder kurzfristig und begrenzt - "just in time" - buchen. "Vorher habe ich alle Flächen 365 Tage im Jahr bezahlt, viele aber nur 80 oder 90 Tage lang genutzt", rechnet der Akustiker vor.

Das Akustiker-Ehepaar war so begeistert, dass auch für den alten Standort eine neue Lösung her musste. Der wurde vor drei Monaten verlagert - an die Straße Unter den Linden in Berlin-Mitte, ebenfalls in ein Business-Center von Regus. "Nun benötigen wir kein Fremdpersonal mehr", benennt Keutmann einen weiteren wesentlichen Sparfaktor. Der Center-Betreiber stellt das Back Office für Sekretariats-Arbeiten und Empfang. "Ich hätte mindestens eine Kraft anstellen müssen an jedem Standort", sagt der Akustiker. Ersparnis: 75.000 Euro. Auf weitere 10.000 Euro kalkuliert er die Einsparungen bei Versicherungen und Energiekosten an zwei Standorten.

Kaum zu kalkulieren seien die "immateriellen Dinge", fügt Keutmann hinzu: "Wir arbeiten hier an sehr repräsentativer Stelle". Und von seinem Schreibtisch aus hat er Aussicht über die Stadt. Vor allem: "Man wird sehr entlastet; viele Dinge gehen mich einfach nichts mehr an." Wenn eine Sekretärin in Urlaub geht oder krank wird, kümmert sich Regus um die Vertretung. Catering, Putzkolonne - alles Fragen, mit denen sich der Akustiker nicht mehr herumschlagen muss.

Die Zeit nutzt Keutmann lieber dazu, neue Pläne zu schmieden. "Vielleicht könnten Institute in anderen Städten nach unserem Konzept arbeiten", sinniert der Akustiker-Meister. Franchising als Vision, realisiert - in naher oder ferner Zukunft - vielleicht wieder in einem Business-Center.

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