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Hörfunk: ARD-Sender bauen Vorsprung ausDPA-Datum: 2004-07-20 14:49:41

Frankfurt/Main (dpa) - Im Kampf mit den Privatsendern haben die öffentlich-rechtlichen Hörfunkwellen ihre führende Position leicht ausgebaut. Insgesamt erreicht die ARD mit ihren über 50 Sendern wochentags (Montag bis Freitag) im Schnitt 34,98 Millionen Hörer, wie aus der in Frankfurt veröffentlichten Media-Analyse (MA 2004/II) hervorgeht.

Frankfurt/Main (dpa) - Im Kampf mit den Privatsendern haben die öffentlich-rechtlichen Hörfunkwellen ihre führende Position leicht ausgebaut. Insgesamt erreicht die ARD mit ihren über 50 Sendern wochentags (Montag bis Freitag) im Schnitt 34,98 Millionen Hörer, wie aus der in Frankfurt veröffentlichten Media-Analyse (MA 2004/II) hervorgeht.

Das sind knapp 600 000 mehr als bei der vorigen MA vom März dieses Jahres. Die fast 200 Privatsender wurden täglich unter der Woche von 29,41 Millionen eingeschaltet - ein Zuwachs von 180 000 Hörern. Für die Untersuchung wurden fast 60 000 Menschen über 14 Jahre Ende vergangenen und Anfang dieses Jahres befragt.

Beim Vergleich aller werbetreibenden Programme sind die Privatsender jedoch weiterhin vorn - allerdings ist der Abstand nur noch hauchdünn. In einer Stunde mit Werbung (Montag bis Samstag, 6-18 Uhr) brachten es die Privaten im Schnitt auf 9,738 Millionen (MA 2004/I: 9,617) Hörer. Die ARD liegt inzwischen in dieser Kategorie der Untersuchung bei 9,705 Millionen (9,534).

Unter den «Top Ten» der deutschen Sender liegt das private nordrhein-westfälische Radio NRW mit einer Reichweite von 1,462 Millionen - ein Plus von 3,3 Prozent gegenüber März - weiter klar an der Spitze. Das öffentlich-rechtliche Schlagerprogramm Wdr4 folgt auf Platz zwei mit 979 000 (plus 2,8 Prozent). Die Popwelle Swr3 hat sich mit einem Zugewinn von 11,4 Prozent (919 000 Hörer) auf Platz drei geschoben. Dahinter folgt das ARD-Programm Bayern 1 mit 828 000 Hörern (minus 2,1 Prozent) und die WDR-Jugendwelle Eins Live mit 813 000 (minus 9,0 Prozent).

Auf den weiteren Plätzen rangieren die im «Bayern Funkpaket» zusammengeschlossenen Lokalradios (780 000 Hörer), Wdr2 (695 000), Antenne Bayern (687 000), Swr4 Baden-Württemberg (644 000) und Ndr2 (640 000).

Unter den bundesweit ausgestrahlten werbefreien Wellen verzeichnete der Informationssender Deutschlandfunk (Köln) bei den wochentäglichen Hörern einen Einbruch von über zehn Prozent auf 1,08 Millionen. Das Schwesterprogramm Deutschlandradio Berlin legte dagegen leicht auf 277 000 Hörer zu.

Bei der MA wird regelmäßig im Auftrag von Radiosendern, Werbekunden und Werbeagenturen von der Arbeitsgemeinschaft Media- Analyse (ag.ma) nach den in Deutschland verbreiteten Radiostationen gefragt. Die Hörerzahlen gelten als wichtige «Währung» für die Preise von Werbespots. Den Sendern gibt die Untersuchung außerdem Aufschluss über die Akzeptanz ihrer Sendungen.

Bereits vergangene Woche hatte die ag.ma mitgeteilt, dass Männer mit täglich 217 Minuten pro Tag fast eine Viertelstunde länger Radio hören als Frauen (204 Minuten). Insgesamt beträgt die tägliche Hördauer im Durchschnitt 210 Minuten. In der letzten Untersuchung vom März dieses Jahres waren es 209 Minuten gewesen.

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