Hörfunk-Interview
ÖTV-Chef für Notfall-Plan bei Scheitern von Verdi

Herbert Mai will nicht mehr ausschließen, dass die Fusion zur Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft im ersten Anlauf nicht klappt und fordert eine Auffanglösung.

dpa BERLIN. Der ÖTV-Vorsitzende Herbert Mai hat die grundsätzliche Zustimmung seiner Organisation zur geplanten Supergewerkschaft Verdi bekräftigt. In DeutschlandRadio Berlin schloss er am Freitag aber ein Scheitern des Fusionsprojekt im ersten Anlauf nicht aus. "Dafür müssen Auffanglösungen gefunden werden, um das Ziel von ver.di, das Ziel einer einheitlichen Dienstleistungsgewerkschaft, doch noch zu erreichen", verlangte Mai.

Neben der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) wollen sich HBV, IG Medien, Postgewerkschaft und DAG im März 2001 zur Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) zusammenschließen. Vor der ver.di-Gründung müssen sich die Gewerkschaften auflösen. Dazu benötigen sie 80 beziehungsweise 75 % der Delegiertenstimmen. Die ÖTV wird nach dem derzeitigen Stand der Diskussionen dieses Quorum nicht erreichen, heißt es in Gewerkschaftskreisen.

Der ÖTV-Vorsitzende meinte: "Alle müssen damit rechnen, weil wir in den Satzungen ein sehr hohes Quorum haben, nämlich 80 % der Delegierten müssen zustimmen. Alle Gewerkschaften haben das Problem, was passiert, wenn diese 80 % nicht zu erreichen sind." Die in der ÖTV geäußerte Kritik an Verdi richte sich nicht prinzipiell gegen die neue Gewerkschaft, sondern gegen "Einzelpunkte der Ausgestaltung".

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