Hoffen auf 2002
Verluste von Usinor sind geringer als erwartetet

Der französische Stahlkonzern Usinor hat angesichts von Preisdruck, Überkapazitäten der Branche und US-Einfuhrbeschränkungen im dritten Quartal einen Verlust verzeichnet, der allerdings geringer als von Analysten erwartet ausfiel.

Reuters PARIS. Der Nettoverlust habe zehn Mill. ? betragen, nachdem der Konzern im Vorjahreszeitraum noch 220 Mill. ? Gewinn erwirtschaftet habe, teilte Usinor am Mittwoch mit. Analysten hatten einen höheren Verlust von 84 Mill. ? erwartet. Die Usinor-Aktie in Paris zog zeitweise um mehr als fünf Prozent an. Usinor, ein großer Auto-Zulieferer, will mit der spanischen Aceralia und der luxemburgischen Arbed zum weltgrößten Stahlunternehmen fusionieren.

Als operativen Verlust nannte Usinor für das dritte Quartal 25 Mill. ?, während der Konzern ein Jahr zuvor 294 Mill. ? Gewinn ausgewiesen hatte. Der Umsatz fiel binnen Jahresfrist auf 3,27 Mrd. ? von zuvor 3,65 Mrd. ?. In den meisten Ländern - außer in China - habe die Stahlnachfrage im dritten Quartal abgenommen, in Europa sogar um vier Prozent, teilte Usinor mit. Die negativen Entwicklungen, die das Ergebnis des abgelaufenen Quartal beeinflusst hätten, hielten auch im vierten Quartal an, aber die Nachfrage werde sich Anfang 2002 stabilisieren. "Die Verringerung der Angebotsmengen sollte den Preisverfall bremsen und Anfang 2002 zu einem Umfeld führen, in dem der Abbau von Lagerbeständen stoppt und sich die Nachfrage stabilisiert", teilte Usinor mit.

Die Europäischen Kommission hatte im vergangenen Monat die Fusion der drei Stahlproduzenten im Wert von rund drei Mrd. Dollar genehmigt. Die Stahlkocher begründeten nach früheren Angaben ihr Zusammengehen damit, eine kritische Masse im Geschäft mit den wesentlich größeren Autoherstellern erreichen zu wollen.

Die Usinor-Aktien stiegen am Mittwoch in Paris mit rund fünf Prozent auf 14,06 ? stärker als der Markt mit rund 1,7 %.

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