Hoffen auf feste Nasdaq
Nemax muss frühe Gewinne abgeben

Der Börsenindex notiert um 0,46 % im Plus. "Alles hofft auf eine feste Eröffnung der Nasdaq", so die Händler.

dpa/afx FRANKFURT. Der Frankfurter Neue Markt hat am Dienstag bis zum frühen Nachmittag seine morgendlichen Gewinne wieder abgeben müssen. Gegen 14.00 Uhr notierte der Nemax 50 0,46 % fester bei 2 512,03 Zählern. Der den gesamten Neuen Markt abbildende Nemax All Share gewann gleichzeitig 0,30 % auf 2 553,82 Zähler.

"Alles hofft auf eine feste Eröffnung der Nasdaq", sagte ein Frankfurter Händler am Mittag. Die US-Hochtechnologiebörse hatte am Montag nach einer verlustreichen Vorwoche deutlich fester geschlossen. "Wenn der Trend diesseits und jenseits des Atlantiks stabil bleibt, dann hat der Markt insgesamt weiteres Aufwärtspotenzial."

Zu den Gewinnern unter den Blue Chips zählten T-Online . Die Aktie der Telekom-Tochter gewann nach Meinung von Händlern vor allem auf Grund einer Heraufstufung des Unternehmens von "underperform" auf "neutral" durch die WestLB. Die Aktie verteuerte sich um 2,40 % auf 12,88 Euro. Auch die Meldung, dass T-Online mit der Flatrate einen "notorischen Verlustbringer" aus dem Programm streichen wolle, habe viele Anleger beeindruckt, sagte ein Händlerin einer süddeutschen Privatbank.

Mobilcom unter den größten Verlierern

Aus Sicht der Investoren erfreulich entwickelte sich am Tag nach der Erstnotiz auch die Aktie des Konstanzer Solarzellenproduzenten Sunways . Das Papier legte bis zum Mittag 4,94 % zu und kostete um 14.00 Uhr 12,75 Euro.

Zu den größten Tagesverlierern zählte das Nemax-Schwergewicht Mobilcom . Die Aktie fiel bis 14.00 um 8,51 % auf 27,40 Euro. Das Telekommunikationsunternehmen hat im abgelaufenen Geschäftsjahr zwar einen Rekordumsatz von 4,6 Mrd.. DM erreicht und den Umsatz damit um 90 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Das Konzernergebnis beläuft sich jedoch auf minus 174,5 Mill. DM. Ursache für das erwartungsgemäß negative Ergebnis sind laut Mobilcom vorrangig Aufwendungen für den UMTS-Start.

Auch die Aktie des Softwaredienstleisters SER Systems stand unter Druck. SER hatte am Morgen zwar eine kräftige Steigerung von Umsatz und Gewinn bekannt gegeben. Das vierte Quartal sei jedoch unbefriedigend verlaufen, da es von nicht vorhersehbaren Kosten für eine Restrukturierung geprägt gewesen sei. Die Anleger schlossen sich dieser Interpretation des Vorstandes an. Der Aktienkurs fiel um 11,74 % auf 17,20 Euro.

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