Hoffen auf Fußball-Wunder wie vor drei Jahren
Hoeneß poltert sich in Rage

Bayern-Manager Uli Hoeneß übt sich nach dem Debakel des HSV in Bremen in Verschwörungstheorien, gibt sich aber auch drei Spieltage vor Saisonende noch nicht geschlagen. Jetzt sollen seine Bayern am Samstag den SV Werder "wegfegen" und den Tabellenführer für den Schlussspurt demoralisieren.

HB KÖLN. Sein FC Bayern München hatte dem Manager mit dem 2:1 (1:1) bei Absteiger 1. FC Köln zwar das nahezu perfekte Geschenk zu 25 Amtsjahren in der Fußball-Bundesliga gemacht. Die Meisterschafts-Minichance schien eine Woche vor dem Gipfeltreffen noch einmal gewahrt, wäre dem Bayern-Macher nicht das 6:0 Werder Bremens gegen den Hamburger SV in die Quere gekommen. "Dafür habe ich kein Verständnis. Es ist katastrophal, dass so etwas passiert", echauffierte sich Hoeneß über das vermeintlich böse Zusammenspiel der Nordclubs und erinnerte daran: "So hat Hamburg schon einmal mit einem 0:5 in Bremen vor ein paar Jahren die Meisterschaft entschieden."

Hoeneß wusste mit der Sekunde des Abpfiffs in Bremen: Sechs Zähler Rückstand und die nunmehr um zwölf Treffer schlechtere Tordifferenz gegenüber dem designierten Nachfolger sind nur durch ein Fußball- Wunder wie vor drei Jahren gegen Schalke wett zu machen. "Es ist sehr seltsam, dass sich der HSV so abschlachten lässt. Das ist nicht okay. Die Verantwortlichen in Hamburg müssen sich fragen, ob das in dieser Saisonphase in Ordnung ist."

Auch am Sonntag hatte sich der Manager nicht beruhigt und polterte weiter gegen die Hanseaten. Nach dem Training des Rekordmeisters sprach er von einer "Riesensauerei". Den vermeintlichen Vorwurf der Schiebung im Meisterkampf dementierte Hoeneß aber energisch. "Nein, das habe ich nie behauptet. Und ich habe das Wort Schiebung auch nie in den Mund genommen", sagte er. Werder Bremen habe eine Kungelei auch gar nicht nötig. Unverständlich sei aber, wieso HSV-Coach Klaus Toppmöller in der entscheidenden Phase der Meisterschaft den völlig unerfahrenen Torwart Tom Starke eingesetzt habe. "Die Bundesliga kann kein Tummelplatz für irgendwelche Tests sein", monierte Hoeneß.

Seite 1:

Hoeneß poltert sich in Rage

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%