Hoffnung auf Aufschwung bei Technologie-Investitionen
Mit Cisco legen die Aktienmärkte zu

Der weltgrößte Internet-Ausrüster Cisco Systems hat mit einem unerwartet starken Gewinnanstieg im abgelaufenen Quartal Hoffnungen auf einen baldigen Aufschwung bei den Technologie-Investitionen geweckt. An den Aktienbörsen Europas und Asiens zogen die Kurse deutlich an.

Reuters CHICAGO. Bereits außerbörslich legten die Cisco-Aktien um mehr als zwölf Prozent zu. Branchenexperten sagten, mit Zahlen und Ausblick habe der US-Konzern positive Signale gesetzt. Branchenexperten äußerten sich positiv zu den Unternehmensnachrichten. "Was die Finanzdaten angeht, haben sie ziemlich gut abgeschnitten", sagte UBS-Warburg-Analyst Nikos Theodosopoulos. "Und der Grundton bei der Analysten-Konferenz war besser als im vergangenen Quartal. Es war ein bisschen Licht am Ende des Tunnels."

Die internationalen Aktienmärkte reagierten mit teilweise deutlichen Kursgewinnen auf den Quartalsbericht von Cisco. In Europa legte der europäische Standardwerte-Index FTSE Eurotop 300 bis gegen Mittwoch Mittag um 1,37 Prozent auf 1211,62 Zähler zu. Die Börse in Tokio hatte zuvor 1,81 Prozent fester geschlossen. Bereits am Dienstag war der nachbörsliche Nasdaq-100-Index um rund zwei Prozent geklettert.

Cisco-Aktien stiegen auf dem elektronischen Handelssystem Instinet auf 14,73 Dollar von 13,08 Dollar zum New Yorker Börsenschluss am Vortag. Auch der Dollar profitierte von den Cisco-Zahlen. Die US-Währung baute ihre jüngsten Kursgewinne aus. Devisenhändlern zufolge dämpften die Geschäftszahlen des Netzwerk-Ausrüsters Sorgen über eine mögliche Überbewertung von US-Anlagen.

Gewinn über Analysten-Erwartung

Kostensenkungen hatten Cisco nach eigenen Angaben im dritten Quartal (zum 27. April) des laufenden Geschäftsjahres 2001/02 zu einen Anstieg des Gewinns vor Sonderposten auf 838 Millionen Dollar von 230 Millionen Dollar vor einem Jahr geholfen. Unter Berücksichtigung der Sonderposten verdiente Cisco 729 Millionen Dollar oder zehn Cent je Aktie. Analysten hatten im Mittel lediglich einen Wert von neun Cent prognostiziert. Der Umsatz kletterte auf 4,82 Milliarden Dollar von 4,73 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal.

Cisco-Chef John Chambers blieb bei seinen Prognosen allerdings vorsichtig. Er sagte voraus, im laufenden vierten Quartal bleibe der Umsatz auf dem Niveau des Vorquartals von 4,82 Milliarden Dollar oder werde leicht darüber liegen. Analysten erwarten demgegenüber bislang einen Umsatz von 5,05 Milliarden Dollar und einen Gewinn je Aktie von zehn Cent.

Außerdem geht Chambers von einem fünfprozentigen Anstieg der Auftragseingänge aus. Seinen Worten zufolge werden die Kunden erst dann wieder ihre Bestellungen verstärken, wenn sie deutliche Belege für die erwartete Konjunkturerholung sehen. Chambers sprach zwar nicht von einer Trendwende auf dem Markt. Seinen Worten zufolge sind allerdings immerhin in Einzelhandel, Bildungs- und Gesundheitswesen sowie im Filialgeschäft der Banken die Investitionen in Informationstechnologie gestiegen, im Verarbeitenden Gewerbe sei mittlerweile die Talsohle erreicht. Anders als Konkurrent Juniper Networks hat Cisco unter der schwachen Nachfrage durch die Telekommunikationsindustrie nur bedingt gelitten, da dieses Geschäft lediglich etwa ein Fünftel des Konzern-Umsatzes ausmacht.

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