Hoffnung auf eine Jahresendrally findet wieder Nährboden
Dax-Ausblick: Die Woche dürfte freundlich werden

Analysten erwarten, dass sich der Dax über 7 000 Punkten halten kann.

rsc/jös/vwd DÜSSELDORF. Wie aus dem Lehrbuch präsentiert sich der Deutsche Aktienindex Dax. Seit der traditionell schwächere Börsenmonat Oktober vorüber ist, zeigte sich der Index wieder freundlicher und kletterte über die psychologisch wichtige Hürde von 7 000 Punkten. In der kommenden Börsenwoche setzt sich bei den Dax-30-Unternehmen die Bericht-Saison fort. Ergebniszahlen geben am Dienstag Infineon, am Mittwoch Siemens und Linde und am Donnerstag BASF bekannt.

Hoffnung auf Jahresendrally

Nachdem sich die Tendenz steigender Aktienkurse in der vergangenen Woche fortsetzen konnte, scheint die Hoffnung vieler Anleger, eine "Jahresendrally" zu bekommen, nach Auffassung der GZ-Bank durchaus gerechtfertigt. "Wir weisen aber darauf hin, dass wegen des noch immer angespannten fundamentalen Umfeldes noch nicht gerechtfertigt ist, in Euphorie zu verfallen", sagte Analyst Carsten Riester zu.

Die GZ-Bank prognostiziert für das Jahresende ein Dax-Niveau von 7 500 bis 7 700 Punkten. Anleger sollten bei Aktienkäufen auf ein solides Fundament der Unternehmen achten, dies sei besonders bei der Allianz, Bayer, der Deutschen Bank und Volkswagen der Fall.

Aussichten für die nächste Woche verbessert

Auch nach Auffassung der DG Bank haben sich die Aussichten für die nächste Woche verbessert. Die Analysten der DG Bank sehen aus technischer Betrachtung den nächsten Widerstand, den der Dax auf seinem Weg nach oben durchbrechen muss, bei 7 250 Punkten. Sollte der Dax sogar über 7 560 Punkte steigen, sei das Erreichen des Kursziels der DG Bank von 8 500 Punkten zum Jahresende wahrscheinlich.

In der Top-15-Liste der DG Bank für favorisierte Titel in Euroland hat es einige Veränderungen gegeben. Herausgefallen sind die am Frankfurter Neuen Markt notierten Titel Teleplan und Singulus (>>Analysten uneins über die Singulus-Aktie ). Dafür nahm die DG Bank aus dem Wachstumssegment die Aktien von Aixtron (Halbleiterhersteller) und Medion (Elektroindustrie) neu auf. Bei beiden Aktien prognostizieren die Analysten ein Kurspotenzial von plus 20 %. Die strategischen Empfehlungen für die Dax-30-Werte finden sich am Seitenende.

US-Präsidentschaftswahl wirkt auf die Märkte

Wichtiger Faktor für die kommende Börsenwoche ist die Präsidentschaftswahl in den USA. Die amerikanischen Leitbörsen an der Wall Street hoffen auf einen Wahlsieg des Texaners George W. Bush. Nach einer Karriere als Land-Agent im Ölgeschäft gilt Bush als "Zockerfreund". Mit ihm könnte die Spielcasino-Mentalität am US-Aktienmarkt neue Blüten treiben, hoffen vor allem Aktionäre, die von der Kursentwicklung der zahlreichen amerikanischen Internetunternehmen gebeutelt wurden.

BfG-Bank erwartet Ende der Talfahrt bei Technologie-Aktien

"Wir erwarten wieder steigende Kurse", sagt Stefan Kopp von der BfG Bank. Kopp ist Manager des spekulativen Musterdepots von Handelsblatt.com. Die jüngsten Quartalsergebnisse der Unternehmen in den USA und Europa seien überwiegend gut ausgefallen. Deshalb dürfte die Talfahrt vor allem von Technologieaktien langsam zu Ende sein, erwartet Kopp.

Er glaubt, dass die Kurse bis Jahresende um rund zehn Prozent steigen werden, und hat deshalb eingekauft: zum Beispiel einen Call-Optionsschein auf den Nasdaq 100. Auch in Juniper Networks ist Kopp nun investiert. Der Netzwerk-Hersteller hatte Mitte Oktober gute Neunmonats-Zahlen vorgelegt, ist trotzdem abgestraft worden, und deshalb erkennt Kopp bei diesem Wert "Kaufkurse".

Die Empfehlungen der DG Bank im Überblick:



DG Bank

UnternehmenGewinn 2001eGewinn 2002eAnlageurteil

Adidas

-Salomon
4,545,35Halten
Allianz11,5012,65Halten

BASF

3,454,00Halten
Hypo-Vereinsbk.3,924,75Halten

Bayer

2,963,60Kaufen

BMW

2,252,50Halten

Commerzbank

2,112,36Halten
Daimler-Chrysler5,806,70Verkaufen
Degussa-Hüls3,063,37Verkaufen

Deutsche Bank

5,626,46Kaufen
Deutsche Telekom2,820,94Verkaufen
Dresdner Bank2,152,38Verkaufen

Eon

7,102,60Halten

Epcos

4,565,23Kaufen
Fresenius MC3,043,82Halten

Henkel

Vz.
3,493,79Halten

Infineon

Technologies
1,852,46Kaufen
Karstadt1,301,35Verkaufen

Linde

3,033,99Kaufen

Lufthansa

1,902,10Halten

MAN

2,802,76Kaufen

Metro

1,051,17Halten
Münchener Rück.9,009,90Halten
Preussag2,692,80Kaufen

RWE

2,352,50Halten

SAP

Vz.
3,034,15Halten

Schering

2,312,57Kaufen

Siemens

5,316,14Kaufen
Thyssen Krupp1,451,55Halten

VW

4,985,50Verkaufen
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