Hoffnung auf guten Ausblick von Cisco
Hoffnung auf Zinssenkung treibt Wall Street an

Die New Yorker Aktienmärkte haben am Montag im weiteren Handelsverlauf in der Hoffnung auf eine erneute kräftige Senkung der US-Leitzinsen ihre Gewinne ausgebaut. Vor allem die Technologiewerte hätten von der Erwartung auf eine Zinssenkung profitiert, sagten Händler.

Reuters NEW YORK. Auch die Hoffnung auf einen positiven Ausblick des US-Netzwerkausrüsters Cisco Systems habe die Kurse der Hightechwerte beflügelt. "Die Investoren verlassen den Bürgersteig und gehen wieder zur Wall Street", sagte Jeffrey Kleintop, Portfolio Manager bei PNC Advisors. "Cisco sorgt für einen positiven Unterton. Die Zahlen müssen gar nicht so gut sein, aber man muss Anzeichen dafür sehen, dass die Dinge wieder nach oben gehen."

Der Industriewerte-Index Dow Jones legte bis gegen 21 Uhr MEZ 1,36 Proent auf 9 450,93 Punkte zu, der Technologieindex Nasdaq kletterte rund drei Prozent auf 1 797,36 Zähler. Der marktbreite S&P-500-Index stieg 1,52 % auf 1 103,75 Punkte.

In einer Umfrage gaben 15 der insgesamt 24 befragten Händler von US-Staatsanleihen an, sie gingen mit einer weiteren US-Leitzinssenkung um 50 Basispunkte auf 2,0 % aus. Dies wäre das zehnte Mal in diesem Jahr, dass die Fed den Schlüsselzins senken würde. Mit 2,0 % würde der Zins sein niedrigstes Niveau in vier Jahrzehnten erreichen. Der Offenmarktausschuss der Fed trifft sich am Dienstag. Neben der Erwartung einer Zinssenkung trage die Entscheidung des US-Finanzministeriums, in diesem Jahrzehnt keine 30-jährigen Staatsanleihen mehr auszugeben, zu der freundlichen Stimmung bei, sagten Börsianer.

Analysten erwarten, dass sich die zuletzt schleppenden Umsatzzahlen von Cicso ihrem Tiefpunkt nähern. Die Aktien legten im Verlauf rund 3,4 % auf 17,86 Dollar zu. Das Unternehmen will nach US-Börsenschluss am Montag seine Quartalsbilanz vorlegen. Die Aktien des Cisco-Konkurrenten Juniper Networks stiegen 17,45 % auf 22,84 Dollar.

Aktiv gehandelt wurden außerdem nach Händlerangaben die Aktien von Microsoft. Die Titel stiegen rund vier Prozent auf 63,87 Dollar. In der vergangenen Woche hatten das Unternehmen und das US-Justizministerium in dem Kartellverfahren gegen den Software-Konzern einen Vergleich geschlossen. Nach einem Online-Bericht des "Wall Street Journal" wollen jedoch einzelne US-Bundesstaaten, die der Vereinbarung auch noch zustimmen müssen, in einigen Punkten möglicherweise noch Änderungen erreichen.

Zu den Gewinnern gehörten auch die Titel des Energiebrokers Enron, die rund zwei Prozent auf 11,51 Dollar zulegten. Nach einem Bericht der britischen Zeitung "Independent" könnte der britisch-niederländische Ölkonzern Royal Dutch/Shell Group ein Kaufangebot für Enron in Höhe von 11 Mrd. Dollar vorlegen.



Kaum Auswirkungen auf das Handelsgeschehen hatte nach Händlerangaben der rückläufige Service-Index der US-Einkaufsmanager (NAPM). Der Index war im Oktober mit 40,6 Punkten nach 50,2 im September auf den tiefsten Stand seit Beginn der Umfrage vor vier Jahren gesunken. Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang auf 45,9 Punkte gerechnet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%