Hoffnung auf Herbst
Deutsche Bank erwartet "Sommerloch" an Börsen

Die Deutsche Bank rechnet nicht mit einer raschen Erholung an den Börsen. Frühestens nach dem "Sommerloch" dürfe wieder mit besserer Stimmung auf den Börsenparketts gerechnet werden, prognostizieren die Anlageberater des größten deutschen Geldhauses in ihrer jüngsten Strategiestudie.

dpa FRANKFURT/MAIN. Kurzfristig sei nicht auszuschließen, "dass in den kommenden Wochen vermehrt über die Risiken einer Rezession in Deutschland diskutiert wird", schreibt Chef-Stratege Alfred Roelli. Zusammen mit den derzeit ohnehin schwächeren Unternehmensergebnissen werde dies die Börsenstimmung hier zu Lande eher vermiesen. Andererseits könnten die aufgestaute Liquidität sowie bessere Wachstumsaussichten für 2002 die Märkte von diesem Herbst an wieder beflügeln.

Nach den aggressiven Zinssenkungen durch die US-Notenbank und dem Steuerpaket der Bush-Regierung seien vor allem in den USA Anzeichen einer schnellen Konjunkturerholung schon wieder erkennbar. Dies dürfte an der Weltleitbörse in New York bald für positive Impulse sorgen, glaubt Roelli. Mit zeitlicher Verzögerung werde dann auch der europäische Markt davon profitieren.

Roelli kritisierte in diesem Zusammenhang, dass angesichts der aktuellen Konjunkturflaute "die politischen Entscheidungsträger in Europa zunehmend orientierungslos und unentschlossen erscheinen". Auch der Europäischen Zentralbank (EZB) stellt der Chef-Anlageberater der Deutschen Bank keine guten Noten aus: "Während die in den USA getroffenen Entscheidungen klar und in sich stimmig waren, sorgte die EZB in Europa für eine Verunsicherung der Marktteilnehmer."

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