Hoffnung auf Lösung für Problemkredite
Nikkei knackt 9 000er-Marke

Die Börse Tokio hat am Freitag unter dem Tageshoch aber erstmals seit rund zwei Wochen wieder über der Marke von 9 000 Punkten geschlossen. Händler sagten, die Hoffnungen auf durchführbare Massnahmen der Regierung im Zusammenhang mit der Lösung der Problemkredite, unter denen das Finanzsystem leide, hätten dem Aktienmarkt Auftrieb gebeben.

Reuters TOKIO. Zudem habe das unerwartet gute Ergebnis des US-Softwarekonzerns Microsoft und damit verbundene nachlassende Gewinnängste bei den US-Konzernen für zusätzliche positive Impulse gesorgt.

Der 225 führende Werte umfassende Nikkei-Index stieg bis auf 9 134,80 Zähler und schloss noch um 1,41 % oder 126,25 Zähler höher auf 9 086,13 Punkten. Der kapitalgewichtete Topix-Index gewann 1,07 % auf 893,95 Zähler.

Am 10. Oktober hatte der Nikkei-Index mit 8 439 Punkten auf dem tiefsten Stand seit 19 Jahren geschlossen, als Ängste aufgekommen wearen, ein radikales Vorgehen bei den Problemkrediten könnte eine Pleitewelle auslösen und die Deflation verschärfen.

Nun warteten die Investoren auf den Zwischenbericht über die notleidenden Kredite der Taskforce von Heizo Takenaka aus dem Finanzministerium, der anfangs kommender Woche veröffentlicht werden solle.

"Es gibt Anzeichen, dass Herr Takenaka dabei ist, sein Szenario einer harten Landung etwas abzuschwächen", sagte Hiroshi Nishida von Mitsubishi Trust Asset Management.

"Das ist positiv, weil mehr Pleiten in ineffizienten Industrien alleine würden derzeit nicht funktionieren. Die Regierung sollte ebenfalls ein soziales Netz spannen und andere Massnahmen einleiten um die fragile Konjunktur nicht abzuwürgen", sagte er.

Besonders Technologiewerte wie Kyocera profitierten von den guten Vorgaben von Microsoft. Microsoft hatte seinen Quartalsgewinn mehr als verdoppelt und die Gewinnerwartungen erhöht. "Ich denke, wir können das als Zeichen einer besseren Nachfrage sehen", sagte Aktienstratege Tsuyoshi Segawa von Shinko Securities.

Die Papiere von Kyocera, einem Hersteller elektronischer Komponenten, stiegen 4,4 %. Die Aktien der Supermarktkette Daiei kletterten mehr als 14 %, nachdem die Japanische Entwicklungsbank ein Rettungspaket für den hochverschuldeten Konzern vorgestellt hatte.

Fester waren auch Toshiba, Fujitsu und NEC. Hitachi verbuchten einen Gewinn von mehr als drei Prozent. Mehr als drei Prozent fester waren auch Sony.

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