Hoffnung auf politische Lösung des Konflikts
Barak verlängert Ultimatum um drei bis vier Tage

Die israelische Regierung kommt damit der Aufforderung zahlreicher Politiker nach.

afp JERUSALEM. Israel hat sein Ultimatum an die Palästinenser zur Beendigung der Gewalt nach den Worten von Ministerpräsident Ehud Barak um "drei bis vier Tage" verlängert. Damit komme die Regierung der Aufforderung zahlreicher Politiker aus aller Welt nach, sagte Barak am Dienstag im israelischen Rundfunk. Zuvor hatte der amtierende Arbeitsminister Raanan Cohen erklärt, das ursprünglich am Montagabend abgelaufene Ultimatum sei um einen bis zwei Tage verlängert worden. Sollte die Gewalt in den Palästinensergebieten nach Ablauf der neuen Frist noch immer andauern, bedeute dies, dass Palästinenserführer Jassir Arafat keine politische Lösung mehr für den Nahost-Konflikt wollten, sagte Barak.

Das Kabinett unter der Leitung von Barak war am späten Montagabend zusammengetreten, um mit den Sicherheitskräften über das weitere Vorgehen nach dem Ablauf des Ultimatums zu beraten. Barak hatte Arafat am Samstag eine 48 stündige Frist gesetzt, um die Kämpfe palästinensischer Demonstranten gegen die israelische Armee zu beenden. Ansonsten sei der Friedensprozess beendet und die Armee werde "alle Mittel" einsetzen, um ein Ende der Gewalt herbeizuführen.

Bei den seit 28. September andauernden Unruhen im Nahen Osten sind bislang fast 100 Menschen getötet worden, die meisten davon Palästinenser. Auslöser war ein Besuch des konservativen israelischen Poltikers Ariel Scharon auf dem moslemischen Heiligtum des Tempelbergs, der von den Palästinensern als Provokation aufgefasst wurde.

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