Hoffnung auf unbürokratische Hilfe
Malheur für Turn-Floh Hambüchen

Der 16-jährige Hoffnungsträger der deutschen Turner bangt um seine Kontaktlinsen: Nachdem die Sehhilfen beim Training erneut zu Bruch gegangen sind, hängt Fabian Hambüchens sportliches Schicksal bei Olympia ganz entscheidend vom heimischen Optiker ab.

dpa ATHEN. Hambüchen trug das Malheur mit Fassung, das am Montag in der deutschen Riege für einige Unruhe gesorgt hatte. Beim ersten Training nach Ankunft im Olympischen Dorf war dem jüngsten Turner der Olympia-Historie zum wiederholten Male eine Kontaktlinse zu Bruch gegangen. "Der Fabi macht uns Sorgen. Am Abend war sein rechtes Auge stark entzündet", schilderte Mannschaftsleiter Wolfgang Willam.

"So ein Mist. In den letzten vier Wochen ist mir jetzt zum dritten Mal die rechte Linse weggeknallt. Das nervt", meinte der dreimalige Junioren-Europameister aus Wetzlar. Am Montag musste er sein erstes Training im Athener OAKA-Sportkomplex mit einer Sportbrille bestreiten, die ihn erheblich behinderte. "Ich habe da eine gewisse Spiegelung gespürt. Es wäre nicht schön, wenn ich den wichtigsten Wettkampf meines Lebens mit Brille bestreiten müsste."

Das größte deutsche Turn-Talent hofft nun bis zum Mannschaftswettkampf am Samstag auf unbürokratische Hilfe seines Optikers in der Heimat. "Das Problem ist, dass der Fachmann die Spezialanfertigung in der Prioritätenliste ganz nach oben nehmen muss, sonst ist das nicht mehr zu schaffen", so Willam. Im Stillen hofft der nur 1,58 m große Turn-Floh, dass DTB-Präsident Rainer Brechtken bei seiner Anreise noch in dieser Woche Abhilfe schaffen kann.

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