Hoffnung auf Wachstum erloschen
Chemie sieht Rezessionssignale

Die chemische Industrie blickt nach den Terroranschlägen in den USA düster in die Zukunft. Die Hoffnung, im zweiten Halbjahr 2001 auf den Wachstumspfad zurückzukehren, sei nach den jüngsten Ereignissen endgültig erloschen, heißt es in einer am Dienstag vorgelegten Konjunkturanalyse des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (BAVC).

dpa-afx FRANKFURT. Exportorientierte Unternehmen rechneten damit, dass sich die Aussichten bis weit in das Jahr 2002 hinein nochmals deutlich verschlechterten.

Die Produktion der deutschen Chemie liege seit März 2001 kontinuierlich unter dem Vorjahresniveau, stellt der BAVC fest. Der Anstieg des Gesamtumsatzes zwischen Januar und Juli 2001 um 3,3 % resultiere ausschließlich aus einer fast gleich starken Erhöhung der Erzeugerpreise. Die real verkaufte Produktmenge sei im Vergleich zum Vorjahr sogar rückläufig.

Jetzt drohe noch das besonders wichtige Standbein des nordamerikaischen Marktes "wackelig zu werden". Die Beschäftigung in der Branche sei in den ersten sieben Monaten des Jahres zwar leicht gestiegen, es sei aber fraglich, ob sich dieser Trend stabilisieren lasse.

Im Jahr 2000 konnte die chemische Industrie ihren Umsatz nach Angaben des Verbandes noch um 11,2 % steigern, die Produktion erhöhte sich um 4,5 %. Positive Trends habe es seit Beginn dieses Jahres in der Produktion aber nur noch in den Bereichen der Schädlingsbekämpfungs- und Pflanzenschutzmittel sowie bei der Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen gegeben.

Die negativen Entwicklungen bei Chemiefasern (- 7,3 %), Seifen-, Wasch- und Reinigungsmitteln (-5,7), chemischen Grundstoffen (-3,1) und den sonstigen chemischen Erzeugnissen (-3,1) habe dadurch nicht ausgeglichen werden können. Insgesamt sei ein Produktivitätsrückgang um 0,3 % zu verzeichnen.

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