Hoffnung für die Bauern
Tief bringt Regen - Sonne machte Überstunden

Der Juni ist auf dem besten Weg zu einem neuen Rekordmonat: Er war bisher zu warm und meist zu trocken, die vorläufige Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Anfang kommender Woche soll nun ein Tief ergiebige Regengüsse bringen.

dpa OFFENBACH. Die Sonne machte Überstunden: Sie hat ihr Juni-Soll schon jetzt mit 140 Prozent übererfüllt. Nicht zu jedermanns Freude allerdings: Deutschlands Bauern und Gärtner könnten Regen gut gebrauchen. Ihnen machte Diplom-Meteorologe Michael Knobelsdorf Hoffnung. Anfang kommender Woche ziehe ein Tiefdruckgebiet nach Deutschland, das ergiebige Regengüsse mit sich bringen könnte, sagte Knobelsdorf in Offenbach.

Schon zum Wochenende können sich nach übereinstimmender Darstellung des DWD und des Wetterdienstes Meteomedia in Bochum teils heftige Gewitter entladen. Zum Siebenschläfertag am Freitag sind vor allem der Süden und die Gegenden entlang des Rheins betroffen, während es auf einem Streifen von der Nordsee bis nach Sachsen und Nordbayern noch sonnig bleibt. Die Temperaturen erreichen 22 bis 29 Grad. Am Samstag bleibt es von der Ostsee bis zum Erzgebirge freundlich, der Rest Deutschlands muss sich auf Blitz und Donner gefasst machen.

Dafür bekommen der Osten und Nordosten am Sonntag ihr Fett weg, während sich der Westen dann mit einem Sonne-Wolken-Mix wieder etwas freundlicher und vor allem trocken präsentiert. An den Sommertemperaturen ändert sich wenig. Zu Beginn der neuen Woche zeigen sich zunächst noch Sonne und Wolken, später kommen jedoch laut DWD-Meteorologe Knobelsdorf teils kräftige Schauer und Gewitter auf, die sich bis zur Wochenmitte halten und dafür sorgen, dass es ein kleines bisschen kühler wird.

Ähnlich tropische Juni-Werte von örtlich über 30 Grad wie derzeit hatte Deutschland auch 2002, davor jedoch zuletzt 1976. "Der Juni 2003 reiht sich unter die wärmsten Juni-Monate ein und wird wahrscheinlich zum neuen Spitzenreiter", meinte Knobelsdorf. Die Bauernregeln zum Siebenschläfertag, denen zufolge das Wetter am 27. Juni über den Verlauf des restlichen Sommers entscheide, dürften im übrigen nicht so eng gesehen werden: "Nach der Kalenderreform von 1582 wurden nämlich 10 Tage gestrichen, so dass der eigentliche Zeitraum um den 7. Juli herum liegt", erklärte er. "Der Witterungscharakter des Hochsommers wird mit 70- bis 80- prozentiger Wahrscheinlichkeit in der letzten Junidekade und in der ersten Juliwoche entschieden."

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