Hoffnung im Silicon Valley
Barack Obama, der Tech-Präsident

Kaliforniens Technologie- und Energieunternehmen setzen jetzt auf Barack Obama. Ihre Hoffnungen sind immens. Schließlich haben sie Millionen in ihn investiert.

SAN JOSE. Die demokratische Senatorin aus Kalifornien bringt die Hoffnungen des bevölkerungsreichsten und wirtschaftlich stärksten Staates der USA, Kalifornien, mit einem einzigen Satz auf den nur scheinbar bescheidenen Nenner: "Jetzt werden unsere Anrufe wieder beantwortet!"

Wenn Dianne Feinstein Kalifornien ausruft, dann meint sie vor allem das Silicon Valley. Denn neben den überfälligen Investitionen in die öffentliche Infrastruktur des gesamten Staates hofft Feindstein wie das ganze Valley auf große Investitionen in die zahllosen Projekte zu erneuerbaren Energien. Auf diesem Gebiet liegt das Silicon Valley nicht nur in Kalifornien, sondern in den ganzen USA weit vorne.

Natürlich berufen sich Kaliforniens Politiker bei ihren Hoffnungen auf die Worte Barack Obamas, des neu gewählten Präsidenten der USA. Der hatte von Beginn seines Wahlkampfes an immer wieder die Hoffnung geschürt, dass er nach der Stabilisierung des Finanzmarktes eine große weitere Priorität fest im Auge behalte, die die Republikaner unter Präsident George Bush eher unter "ferner liefen" abgebucht hatten: die Förderung alternativer, erneuerbarer, "grüner Energie".

150 Milliarden für erneuerbare Energie

Obama selbst hatte vor sechs Wochen sogar schon ein Programm angedeutet: Immerhin 150 Mrd. Dollar, so bekräftigte er auch vor kurzem wieder öffentlich, soll seine Regierung über zehn Jahre gestreckt in diesen Energiesektor investieren. Keinerlei Euphorie scheuend hat er dabei auch noch " fünf Millionen Grüne-Kragen Jobs" versprochen. Und der amerikanische Westen wäre nicht der Westen, würde er einen großen Batzen davon nicht sofort für sich selbst reklamieren.

Der Hoffnungsspender Obama, der seine Wahlkampffinanzierung im Wesentlichen übers Internet organisiert hatte, kommt für das Valley im rechten Augenblick. Die Wagnis-Geldgeber sitzen seit der Finanzkrise der Wall Street schwerer auf ihren Geldern als in den letzten Jahren und Kredite sind seither wieder an viel engere Konditionen geknüpft als zuvor. Einerseits geht vielen deshalb der Ruf nach öffentlichen Subventionen geschwind aus dem Hals. Kein Wunder aber auch, dass dieselben Kapitalgeber und Investoren, die es ernst meinen mit der sogenannten "sauberen" Energie, Obama nun daran erinnern, dass sie ihn nicht nur mit Know-how und auch viel, viel Geld während des Wahlkampfes unterstützt haben, sondern ihm auch bei der Formulierung seines eher noch rudimentären Energie-Planes kräftig geholfen haben.

Seite 1:

Barack Obama, der Tech-Präsident

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%