Hoffnungen auf Aufschwung in Amerika werden bestätigt
Französische Industrie legt deutlich zu

Das Bruttoinlandsprodukt in der Euro-Zone ist im vierten Quartal 2001 gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent geschrumpft.

DÜSSELDORF. Trotzdem erhöhte die Europäische Kommission ihre Wachstumsprognose für das erste Halbjahr um 0,1 Prozentpunkte. Grund: Sie hofft, dass die anziehende US-Wirtschaft Europa stärker Impulse geben könnte. Für das erste Quartal erwartet Brüssel jetzt ein Wachstum von 0,2 bis 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im zweiten Quartal soll das Plus zwischen 0,5 und 0,8 Prozent anziehen.

Frankreich gehört zu den Vorreitern der europäischen Erholung. Im Februar stieg die Industrieproduktion zum zweiten Mal in Folge um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat. Das Plus für den Januar wurde zudem von 0,6 auf 0,8 Prozent nach oben revidiert. Im Gegenzug legten die Verbraucherpreise im März gegenüber Februar um 0,5 Prozent zu, die Jahresrate lag bei 2,1 Prozent. Bedenklich ist der Trend bei der Kernrate der Inflation (ohne Energie und Nahrungsmittel): Mit 2,2 Prozent liegt sie um 1,7 Prozentpunkte über dem Tief vom Februar 2000.

In den USA erwarten die Analysten am Donnerstag dieser Woche eine Bestätigung amerikanischer Aufschwunghoffnungen: Zur Veröffentlichung stehen die März-Daten des Leading-Indicators und der Philly-Fed-Index an.



 

2000

2001

IV/00

I/01

II/01

III/01

IV/01

Letztes Quartal zum Vorjahr in Prozent

 



Durchschnitt

Veränderung zum Vorquartal in Prozent

Reales Bruttoinlandsprodukt

USA

4,1

1,2

0,5

0,3

0,1

-0,3

0,4

0,5

Japan

2,2

-0,4

0,3

1,0

-1,2

-0,5

-1,2

-1,9

Euroland



3,3

3,3

0,6

2,3

0,1

0,2

-0,2

0,6

Großbritannien

3,0

2,2

0,5

0,6

0,5

0,4

0,0

1,6

Frankreich

3,6

2,0

1,0

0,4

0,2

0,5

-0,1

0,9

Italien

2,9

1,8

0,8

0,8

0,0

0,1

-0,2

0,7

 

2000

2001

Dez 01

Jan 02

Feb 02

Mrz 02

Apr 02

Letzter Monat zum Vorjahr in Prozent

 

Durchschnitt

 



Industrieproduktion

1



USA

127,4

122,8

119,6

119,9

120,3

121,1

-

-2,9

Japan

105,0

97,0

92,4

91,0

92,2

-

-

-11,3

Euroland

117,5

117,9

115,7

115,8

-

-

-

-2,9

Großbritannien

105,9

103,6

100,8

100,3

100,0

-

-

-5,1

Frankreich

116,3

117,3

115,5

116,4

116,9

-

-

-0,6

Italien

108,2

107,1

105,2

105,5

-

-

-

-3,4

Arbeitslosenquote2

USA

3,4

2,8

1,6

1,1

1,1

1,5

-

-

Japan

4,7

5,0

5,5

5,3

5,3

-

-

-

Euroland

8,8

8,3

8,4

8,4

8,4

-

-

-

Großbritannien

3,6

3,2

3,2

3,2

3,1

-

-

-

Frankreich

9,5

8,8

9,0

9,0

9,0

-

-

-

Italien

10,4

9,5

9,1

9,0

9,2

9,2

-

-

Verbraucherpreise3

USA

3,4

2,8

1,6

1,1

1,1

1,5

-

-

Japan

-0,7

-0,7

-1,2

-1,4

-1,6

-

-

-

Euroland

2,3

2,5

2,0

2,7

2,4

-

-

-

Großbritannien4

2,1

2,1

1,9

2,6

2,2

2,3

-

-

Frankreich

1,7

1,6

1,4

2,2

2,0

2,1

-

-

Italien

2,5

2,7

2,3

2,3

2,3

2,5

-

-

Wechselkurse und Rohstoffpreise5

US-Dollar pro Euro6

0,92

0,90

0,89

0,88

0,87

0,88

0,88

-1,3

Yen pro Euro6

99,53

108,74

113,48

117,12

116,23

114,75

115,73

4,9

Pfund Sterling pro Euro6

0,61

0,62

0,62

0,62

0,61

0,62

0,61

-1,5

Schweizer Franken pro Euro6

1,56

1,51

1,48

1,47

1,48

1,47

1,47

-3,9

Rohölpreis6,7

28,39

24,46

18,68

19,48

20,22

23,73

22,74

-11,4

Rohstoffpreise8

83,4

75,8

70,3

71,6

72,9

-

-

-10,8

1

1995 = 100;

2

in Prozent bezogen auf Erwerbspersonen;

3

Veränderung zum Vorjahr in Prozent;

4

ohne Hypothekenzinsen;

5

Monatsdurchschnitt;

6

im jüngsten Monat: letzter verfügbarer Stand;

7

Dollar pro Barrel;

8

1990 = 100;

9

1. Quartal 1999 = 100, HWWA-Rohstoffindex (ohne Energie); alle Angaben - bis auf Vorjahresvergleiche, Wechselkurse und Rohstoffpreise - saisonbereinigt. Quelle: DRI WEFA, A Global Insight Company



Quelle: Wirtschaftswoche

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