Hoffnungen auf baldigen Steuersenkungen
Cisco und Notenbank sorgen für Gewinne an US-Börsen

Nachrichten über einen höheren Auftragsbestand beim weltgrößten Netzwerkausrüster Cisco Systems haben an den US-Börsen am Dienstag Hoffnungen auf eine Erholung des Technologiesektors geweckt und die Kurse beflügelt. Händler sagten, auch die Äußerungen des Präsidenten der Federal Reserve Bank von Minneapolis, Gary Stern, zum US-Wirtschaftswachstum hätten den Markt gestützt.



Reuters NEW YORK. Nachrichten über einen höheren Auftragsbestand beim weltgrößten Netzwerkausrüster Cisco Systems haben an den US-Börsen am Dienstag Hoffnungen auf eine Erholung des Technologiesektors geweckt und den Nasdaq-Index angetrieben. Dagegen habe der pessimistische Geschäftsausblick des US-Konsumgüter- und Tabakkonzerns Philip Morris die Gewinne bei den Standardwerten begrenzt, sagten Händler. Der Dow-Jones-Index notierte zum Handelsschluss 0,32 Prozent höher auf rund 8386 Punkten, nachdem er im Geschäftsverlauf bereits bis auf rund 8505 Zähler geklettert war. Die US-Technologiebörse Nasdaq zog deutlich stärker um 2,30 Prozent auf rund 1350 Zähler an, der breiter gefasste S&P-500-Index legte um 0,77 Prozent auf 883 Punkte zu.

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Nach Oracle und Cisco nehmen die Optimisten wieder die Zügel in die Hand", sagte Anthony Iuliano, Leiter Aktienhandel bei Glenmede Trust. "Die Anleger befürchten, dass sie den Aufwärtstrend verpassen." Händler sagten, auch die Äußerungen von Vertretern der US-Notenbank (Fed) hätten den Markt gestützt. Die US-Wirtschaft befindet sich danach weiterhin auf dem Weg der Erholung und erhält durch die deutliche Leitzinssenkung der vergangenen Woche neue Wachstumsimpulse. Die Cisco-Aktie legte um rund 5,8 Prozent auf 12,87 Dollar zu und war Umsatzspitzenreiter an der Nasdaq. Cisco-Unternehmenschef John Chambers hatte auf einer Analystenkonferenz gesagt, der Auftragsbestand des Konzerns sei über das am 9. September genannte Volumen von 1,4 Milliarden Dollar gestiegen. Das Volumen hatte im September unter den zwei Milliarden Dollar im Vorjahr gelegen, was einige Analysten als Hinweis auf möglicherweise künftig sinkende Umsätze gewertet hatten.

Der Halbleiterindex der Philadelphia Stock Exchange kletterte um rund vier Prozent. Die Titel von Oracle gewannen rund fünf Prozent auf 9,50 Dollar. Finanzchef Jeff Henley hatte am Vorabend kurz vor US-Handelsschluss gesagt, der weltweit zweitgrößte Softwarehersteller und SAP-Konkurrent erwarte nach zwei Jahren rückläufiger Umsätze 2003 wieder Wachstum.

Dagegen fielen die Titel von Philip Morris um rund 14 Prozent auf 37,03 Dollar und belasteten damit die Standardwerte. Der Konzern zog seine bisherige Prognose für das kommende Geschäftsjahr 2003 zurück und begründete dies mit der Zunahme billiger ausländischer sowie gefälschter Zigarettenmarken, die die Branche belaste. Philip Morris bekräftigte jedoch die Prognose für den Gewinn im laufenden Geschäftsjahr. Der S&P-Tabakindex verlor 13,4 Prozent.

Die Titel des weltweit zweitgrößten Mobiltelefonherstellers Motorola stiegen rund 4,4 Prozent auf 8,75 Dollar. Das Unternehmen hatte am Vorabend mitgeteilt, es halte an seiner im Oktober herabgesetzten Ergebnisprognose für das vierte Quartal fest. Die Kommentare der Fed-Vertreter hätten die Kurse ebenfalls gestützt, sagten Händler. Der Präsident der Federal Reserve Bank von Minneapolis, Gary Stern, hatte sich überzeugt gezeigt, dass die Erholung der US-Wirtschaft auf dem Weg ist. Fed-Vize-Präsident Roger Ferguson betonte, auch nach der Zinssenkung vor einer Woche verfüge die Fed noch über genügend Spielraum für eine wachstumsfördernde Geldpolitik.

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