Hoffnungen auf eine Erholung der Chipindustrie
Intel sieht Umsatz innerhalb der Prognosen

Der weltgrößte Computerchiphersteller Intel hat am Donnerstag seinen Umsatz für das zweite Quartal 2001 im unteren Teil der im April prognostizierten Spanne vorausgesagt und damit nach Angaben von Analysten die Hoffnungen auf eine Erholung der Chipindustrie gestärkt.

Reuters NEW YORK. Der weltgrößte Computerchiphersteller Intel hat am Donnerstag seinen Umsatz für das zweite Quartal 2001 im unteren Teil der im April prognostizierten Spanne vorausgesagt und damit nach Angaben von Analysten die Hoffnungen auf eine Erholung der Chipindustrie gestärkt.

Aktie legt deutlich zu

"Dies gibt einige Erleichterungen, dies ist eine angenehme Mitteilung", sagte Terry Ragsdale, Analyst bei der Investmentbank Goldman Sachs. Der Kurs der Intel-Aktie stieg nach Bekanntgabe der Erwartungen im nachbörslichen Handel in New York auf 32,20 Dollar von 31,14 Dollar beim Börsenschluss. Im regulären Börsenhandel hatten Intel bereits 4,4 % zugelegt.

Das Unternehmen teilte nach Börsenschluss mit: "Intel erwartet, dass der Umsatz im zweiten Quartal innerhalb der vorherigen Prognose und dabei leicht unter dem Mittelpunkt der am 17. April genannten Spanne liegen wird". Im April hatte Intel-Finanzchef Andy Bryant für das zweite Quartal 2001 einen Umsatz zwischen 6,2 Milliarden Dollar und 6,8 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Im zweiten Quartal 2000 hatte der Umsatz noch 8,3 Milliarden Dollar betragen. Vor der Intel-Mitteilung hatten 23 Analysten in einer Umfrage von Thomson Financial/First Call den Intel-Umsatz im zweiten Quartal im Durchschnitt mit 6,29 Milliarden Dollar und den Intel-Gewinn mit 11 Cents je Aktie prognostiziert.

Stärkeres zweites Halbjahr erwartet

Intel sieht nach eigenen Angaben Stabilität im Mikroprozessor-Geschäft und Schwäche in dem mit Kommunikation verbundenen Geschäft. "Intel erwartet nach wie vor ein saisonal stärkeres zweites Halbjahr", teilte das Unternehmen mit. Intel-Chef Craig Barrett hatte bereits im April bei Vorlage des Ergebnisses für das erste Quartal gesagt, dass sich das Geschäft mit Mikroprozessoren im Konzern inzwischen stabilisiert habe. Intel erwirtschaftet rund 80 % seiner Umsätze im Geschäft mit Halbleitern für die Computerindustrie.

Finanzchef Andy Bryant hatte im April gesagt, dass Intel bereits Ende des ersten Quartals wieder einige positive Anzeichen gesehen habe. Im März habe Intel festgestellt, dass Kunden wieder neue Produkte bestellten. Im ersten Quartal 2001 hatte zwar Intel beim Gewinn vor Kosten für Zukäufe einen Rückgang um 64 % auf 1,1 Milliarden Dollar oder 16 Cents je Aktie verzeichnet. Sie hatte aber damit die Analysten-Prognose von 15 Cents je Aktie übertroffen. Der Umsatz hatte im ersten Quartal 6,68 Milliarden Dollar betragen.

Bryant bekräftigte, Intel plane in diesem Jahr Kapitalinvestitionen von 7,5 Milliarden Dollar und Ausgaben für Forschung und Entwicklung von 4,2 Milliarden Dollar.

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