Hoffnungen liegen auf dem Weihnachtsgeschäft
Zufrieden mit MMS-Urlaubsgeschäft

Analysten warnen jedoch vor voreiligen Schlussfolgerungen. Eine Sprecherin der T-Mobile Internationale AG, Bonn, sagte, mit über 10 000 Nutzern liege man derzeit voll im Plan.

vwd BONN/ESCHBORN. MMS sei ein sehr attraktiver Dienst, die ersten Wochen hätten das Unternehmen in dieser Ansicht bestätigt. Mehr als 20 000 Geräte für den neuen Dienst hat Vodafone nach eigenen Angaben seit der Einführung im April 2002 akquiriert.

MMS, mit dem Bilder, Töne und Texte via Mobiltelefon verschickt werden könnnen, habe gut eingeschlagen, berichten beide Unternehmen übereinstimmend, wobei die Hoffnungen nun auf dem Weihnachtsgeschäft ruhen. So will Vodafone zum Fest 100 000 Geräte verkaufen, vorausgesetzt, dass MMS netzübergreifend möglich ist und weitere Geräte auf den Markt kommen. Rechtzeitig vor Weihnachten will auch O2 (ehemals Viag Intercom) MMS anbieten.

Bislang krankt die Verbreitung von MMS allerdings an dem Umstand, dass Teilnehmer nur innerhalb des je eigenen Netzes den Dienst in Anspruch nehmen können. Verhandlungen bezüglich eines netzübergreifenden Ausbaus des Service auf das andere Netz würden mit Hochdruck geführt, heißt es von Vodafone. Genaue Fristen wollte eine Sprecherin des Unternehmens allerdings nicht nennen. Nach Angaben von T-Mobile sind die entsprechenden Gespräche mit Vodafone "gut unterwegs" und sollen "in den nächsten Wochen", auf jeden Fall aber vor Weihnachten abgeschlossen werden.

Aus Analystenkreisen heißt es alleridings einschränkend, noch sei es zu früh, um über den Markterfolg von MMS zu befinden. Es sei durchaus möglich, dass der Service zu einer neuen Killerapplikation vor allem bei Jugendlichen werde. Dafür aber müssten vor allem billigere Geräte auf den Markt kommen. Derzeit kostet ein subventioniertes MMS-fähiges Handy rund 300 Euro. Laut Mummert & Partner werden derzeit die Prognosen für alle neuen Telekommunikartionsdienste zurückgenommen. Der Durchbruch auf dem Massenmarkt dürfte MMS erst 2004 gelingen.

Zu diesem Zeitpunkt werde es zwar schon UMTS geben, doch dürfte es den Anbietern schwerfallen, Kunden, die mit GPRS oder MMS zufrieden waren, im erhofften Umfang in den teureren UMTS-Service zu locken. Vermutlich dürften über mehere Jahre hinweg verschiedene Standards nebeneinander existieren. Die Zahlungsbereitschaft der Nutzer für neue Dienste sei deutlich überschätzt worden.

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