Hoffnungen ruhen auf Baur und Groy
Lux surft Konkurrenz erneut hinterher

Dritte Wettfahrt, dritte Enttäuschung für Amelie Lux : Der Silbermedaillen-Gewinnerin von Sydney droht in Athen der olympische Absturz in die Bedeutungslosigkeit.

HB ATHEN. Selbst in dem von ihr bevorzugten Leichtwind surfte die Silbermedaillen-Gewinnerin von Sydney der Konkurrenz hinterher. Nach Rang 15 am Dienstag belegt die 27-Jährige in der Gesamtwertung nur Platz 19 und hat schon 36 Punkte Rückstand auf Spitzenreiterin Alessandra Sensini aus Italien. "Ich bin enttäuscht", gab sie zu und klagte: "Es ist wirklich fatal. Die Bedingungen waren mit zwei, drei Knoten so leicht, dass wir nur mit Körperkraft statt Windkraft über den Kurs gepumpt sind. Da sind die anderen einfach kräftiger als ich."

Auch Europe-Steuerfrau Petra Niemann (Berlin) konnte sich gegenüber ihrem mäßigen Auftakt nicht verbessern, belegt nach den Rängen elf und zehn im Zwischenklassement Platz neun. Bei extrem flauen Winden um fünf Knoten konnten weder die 26 Jahre alte Pharmaziestudentin Niemann noch Profi-Surferin Lux an frühere Erfolge anknüpfen. Die von Teamchef Jochen Schümann erhoffte Frauen-Power blieb am vierten Wettfahrttag auf dem Saronischen Golf ohne Kraft.

Enttäuschend endete auch der erste Olympiastart von Medaillenhoffnung Marcus Baur (Kiel) und seinem Vorschoter Max Groy (Fleckeby). Die 49er-Segler verbesserten sich zwar in ihrem einzigen Rennen des Tages nach verpatzter erster Vorwindstrecke noch auf den zehnten Platz, doch nicht einmal sie konnten der deutschen Mannschaft den erhofften Aufwind verschaffen. "Es war ein Schweinerennen mit 40 bis 80 Grad Winddrehern. Es hätte auch noch schlechter ausgehen können", sagte Steuermann Baur.

Im Feld der 470er-Männer setzte die Berliner Mannschaft Lucas Zellmer/Felix Krabbe zwar mit Rang fünf im fünften Rennen ein kleines positives Ausrufezeichen, doch insgesamt rangiert das Duo nach sechs Wettfahrten nur auf Platz 14. Auch ihre Klassen-Kameradinnen Stefanie Rothweiler/Monika (München/Schwerin) setzten am Dienstag ihre Berg- und Talfahrt fort: Nach Rang 18 in Rennen fünf ließ Rang vier in Rennen sechs die Crew zur Halbzeit ihrer Serie auf Platz neun segeln.

Nach dem Wetterchaos hat hat die Wettfahrtleitung für Mittwoch für neun der insgesamt elf olympischen Segeldisziplinen Starts angesetzt. Lediglich die Klassen Tornado und Starboot steigen erst am Wochenende in die olympische Regatta ein.

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