Hoffnungsträger Airbus A 380
ILA: Luftfahrtbranche ist startklar

Die europäische Luft- und Raumfahrtindustrie blickt trotz bestehender Risiken wieder zuversichtlicher nach vorn.

WiWo/AP/dpa BERLIN. "Der Optimismus für die mittlere und ferne Zukunft ist vor allem durch konkrete Zukunftsprojekte gerechtfertigt", sagte Rainer Hertrich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), am Montag zum Auftakt der Luftfahrtschau ILA in Berlin. Daneben gebe es eine ganze Reihe ermutigender Anzeichen, wie zum Beispiel steigende Fluggastzahlen.

Er räumte allerdings ein, dass die Branche in diesem Jahr noch einen leicht geringeren Umsatz erwarte. Erst im Jahre 2004 sei wieder mit einem effektiven Wachstum zu rechnen.

Hoffnungen gebe der Produktstart des doppelstöckigen Airbus A380. Hertrich verwies darauf, dass der deutsche Anteil am Airbus-Programm 40 Prozent betrage. Der Militärtransporter A400M bedeute 12 000 Arbeitsplätze allein in Deutschland. Einen Schub werde auch das europäische Satelliten-Navigationssystem Gallileo bringen.

Airbus-Chef Noel Forgeard selbst ist zuversichtlich, dass sein Konzern die für 2002 angepeilte Zahl von 300 ausgelieferten Flugzeugen erreichen wird. Forgeard sagte, er sei "sehr optimistisch, dass es uns gelingen wird, 300 Flugzeuge auszuliefern". Auch im kommenden Jahr rechne er mit einer erfolgreichen Entwicklung. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern insgesamt 325 Maschinen ausgeliefert. Die von Januar bis April erreichte Auslieferungszahl von 103 Flugzeugen bei Neuaufträgen für 40 Flugzeuge liegt nach Forgeards Worten auf der Linie der geäußerten Erwartungen. Der Airbus-Chef bezeichnete die wirtschaftliche Lage als stabil.

Auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Berlin-Schönefeld zeigen 1067 Aussteller aus 40 Ländern bis zum 12. Mai neueste Technologien, Produkte und Dienstleistungen. Zu sehen sind rund 340 Fluggeräte, darunter mehrere Premieren. Die diesjährige ILA ist damit die größte in ihrer 93-jährigen Geschichte. Auf dem Gelände des künftigen Großflughafens Berlin-Brandenburg erwarten die Veranstalter mehr als 210 000 Besucher.

In der Raumfahrt werden die Weltpremiere des unbemannten Raumgleiters Phoenix und der Programmstart des europäischen Satellitensystems Galileo als Höhepunkte genannt. Außerdem präsentiert auf der internationalen Schau die russische Herstellerfirma Beriev mit einem 37 Tonnen schweren Amphibium das derzeit wohl vielseitigste Flugzeug. Die Bundeswehr ist mit 50 Luftfahrzeugen vertreten, darunter das so genannte fliegende Lazarett, der Airbus A310 Medevac. Die ILA gilt zudem als größter Hubschraubertreff Europas.

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