"Hohe Anschlagsgefahr"
USA erhöhen Terror-Warnstufe

Wegen der Gefahr von Anschlägen werden die USA Regierungskreisen zufolge ihre Warnstufe erhöhen. Die Anschlagsgefahr werde nun als "hoch" eingeschätzt, statt wie bislang als "erhöht", sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Reuters WASHINGTON. Die Warnstufe "hoch" trägt die Farbe Orange und ist die zweithöchste einer fünfstufigen Skala. Die Neueinstufung sei von der Heimatschutzbehörde auf der Basis neuer Geheimdienstberichte beschlossen worden. Die Entscheidung werde von der Behörde noch am Dienstag bekannt gegeben.

Die Ankündigung wurde an den Finanzmärkten als zusätzliche Belastung für die Aktienkurse betrachtet. Die Renditen der US-Staatsanleihen gaben weiter nach und sanken auf einen Stand wie seit 45 Jahren nicht.

Unter Hinweis auf die jüngsten Selbstmordattentate in Saudi-Arabien und Marokko hatte die US-Bundespolizei FBI zuvor vor Anschlägen gegen die USA gewarnt. "Jüngste Geheimdienstberichte deuten darauf hin, dass die Anschläge das Vorspiel für ein Attentat gegen die USA sein könnten", hieß es in einer Mitteilung des FBI an die Strafverfolgungsbehörden des Landes. Die Bundespolizei habe aber keinen Hinweis auf einen konkreten Anschlagsplan in den USA.

Die USA hatten die Warnstufe "Orange" zuletzt am 17. März ausgegeben und sie am 16. April wieder auf "Gelb" verringert. Damals wurde in die Entscheidung auch US-Präsident George W. Bush einbezogen. Dessen Sprecher bestätigte am Dienstag, dass Geheimdienstberichte über geplante Anschläge zugenommen und die Sorge ausgelöst hätten. Die Gefahr gehe über Saudi-Arabien hinaus.

Aus Furcht vor Anschlägen haben die USA, aber auch Großbritannien und Deutschland ihre Botschaften in der saudiarabischen Hauptstadt Riad zumindest teilweise geschlossen. In der vergangenen Woche waren bei Selbstmordattentaten in der Stadt 34 Menschen getötet worden, darunter acht US-Bürger. Wenige Tage später starben bei Anschlägen in der marokkanischen Hafenstadt Casablanca mehr als 40 Menschen.

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