Hohe Arbeitslosigkeit und Etatdefizite bereiten Kopfzerbrechen: Konjunktur der Beitrittsländer läuft auf hohen Touren

Hohe Arbeitslosigkeit und Etatdefizite bereiten Kopfzerbrechen
Konjunktur der Beitrittsländer läuft auf hohen Touren

In den künftigen EU-Staaten Mittel- und Osteuropas entwickelt sich die Wirtschaft gegenwärtig viel dynamischer als im Westen. Länder wie Polen, Ungarn und die Slowakei erzielten im vergangenen Jahr Zuwächse des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zwischen drei und vier Prozent. Das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW), das diese Zahlen jetzt vorlegte, geht davon aus, dass sich das Wachstum in diesen Staaten im laufenden Jahr noch beschleunigen wird.

rev WIEN. Die Gründe dafür, so heißt es, seien vor allem die enorme Steigerung der Arbeitsproduktivität, die wachsende Wettbewerbsfähigkeit der Exportprodukte und die beträchtliche Binnennachfrage.

So haben die Exporte der künftigen EU-Mitglieder im vergangenen Jahr sogar um 7 % zugenommen. Einen beträchtlichen Anteil an dieser Entwicklung haben westliche Unternehmen, deren Tochterfirmen in Mittel- und Osteuropa hochwertige Produkte herstellen. Durch den Wegfall der letzten Handelsbarrieren mit der EU-Erweiterung am 1. Mai dieses Jahres wird der Außenhandel der Beitrittsländer mit dem Westen noch zunehmen. Außerdem werden sie ihren Austausch an Waren und Dienstleistungen auch untereinander verstärken.

Die Wiener Experten gehen davon aus, dass der Zufluss an ausländischen Direktinvestitionen aus dem Westen in die mittel- und osteuropäischen Reformländer künftig nicht mehr so stark wie in den vergangen Jahren sein werde, weil die Privatisierung weitgehend abgeschlossen sei. Allerdings gebe es ein wachsendes Interesse kleiner und mittelständischer Unternehmen etwa aus Deutschland und Österreich, in diesen Ländern aktiv zu werden. Sehr wichtig für die technologische Modernisierung der EU- Beitrittsländer sei, dass ausländische Investoren verstärkt ihre Gewinne vor Ort reinvestieren würden. Wenn insbesondere große ungarische Unternehmen, so die WIIW-Ökonomen, zunehmend Kapital in Nachbarstaaten exportieren, dann spreche auch das für die wachsende Konkurrenzfähigkeit der Reformstaaten.

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