Hohe Beiträge für die Sozialkassen
Hohe Sozialbeiträge verteuern den Faktor Arbeit

Der Faktor Kapital ist im Zuge der Globalisierung beweglicher und billiger geworden. Für den Faktor Arbeit gilt das, zumindest in Deutschland, nicht.

dc DÜSSELDORF. Seit 1980 haben sich die Arbeitskosten nach Rechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft fast verdoppelt, während die Arbeitsproduktivität nur um gut ein Drittel gestiegen ist. Die Folgen: mehr Kapitaleinsatz, weniger Beschäftigung.

Freilich hat sich der Anstieg der Arbeitskosten nur zu geringen Teilen im Geldbeutel der Arbeitnehmer bemerkbar gemacht - die Personalzusatzkosten sind heute fast ebenso hoch wie die Direktentgelte selbst. Größter Abzugsposten für Durchschnittsarbeitnehmer sind die Beiträge zu den Sozialkassen.

Der Gesamtbeitragssatz von Renten-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung sowie der 1995 eingeführten Pflegeversicherung beträgt zurzeit 41,8 Prozent des Bruttolohns - zehn Prozentpunkte mehr als 1980. Und mit dem wachsenden Anteil der Alten in der Gesellschaft droht bei Kranken- und Rentenversicherung ein weiterer drastischer Beitragssatzanstieg, zumal die Beiträge an den Arbeitslohn gekoppelt sind.

Der demographische Wandel führt im heutigen System nicht nur zu steigenden Ausgaben für Rentner und Kranke - weil der Anteil der Beschäftigten sinkt, müssen die Ausgaben zudem von einer tendenziell schrumpfenden Lohnsumme finanziert werden.

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