Hohe Bewertung der Aktie
IBM deutlich schwächer nach Analystenkonferenz

Während Big Blue auf seiner gestrigen Frühjahrs-Analystenkonferenz Optimismus verbreitet hat, haben sich die Analysten zurückhaltend bis kritische über die künftige Entwicklung der IBM-Aktie geäußert.

afx NEW YORK. Die Anteilsscheine des weltgrößten Computerkonzerns gaben im Freitagshandel deutlich nach und lagen zuletzt (17.45 Uhr) 2,45% mit 112,39 $ im Minus. Der Blue-Chip-Index Dow Jones gab gleichzeitig 0,85% auf 10.817,67 Punkte nach.

IBM

-Vorstandschef Lou Gerstner hatte auf dem Analystentreffen am Donnerstagabend sich vor allem positiv über die Umsatzentwicklung im Servicegeschäft geäußert. Die IT-Branche werde sich künftig immer stärker an Dienstleistungen orientieren, weniger an Hard- oder Software, prognostizierte Gerstner. Während die Analysten die Einschätzung von IBM im Servicegeschäft teilen, zeigten sich einige Branchenexperten besorgt über den Absatz von Personal Computern. So erwartet Goldman-Sachs-Analystin Laura Conigliaro, dass das laufende Jahr für den PC-Markt weiterhin schwierig bleiben werde.

"Während Konkurrenten wie Dell, Compaq und Hewlett-Packard einen erbitterten Preiskrieg um Marktanteile ausfechten", sagte Conigliaro, "scheint IBM eher etwas auf Umsatz zu verzichten und dafür den Verlust im PC-Geschäft zu minimieren".

Besonders kritisch äußerte sich hingegen Andrew Neff von Bear Stearns. Das Unternehmen habe sich zwar "selbstbewusst und optimistisch" gezeigt, aber keine neuen Geschäftsausblick oder einen Aktionsplan für das PC-Geschäft vorgestellt, sagte Neff. Das weitere Potenzial sei durch die ohnehin hohe Bewertung der Aktie begrenzt. Neff stufte die Papiere am Freitag konsequenterweise von "Kaufen" auf "Attraktiv" herab.

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